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Weltrekord-Versuch in Hamburg : 111-Stunden-Fußballspiel: Kicker feiern Bergfest

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Die Spieler der Amateur-Teams in Hamburg werden müde - aber wollen weiter durchhalten.

Hamburg | Es ist anstrengend, aber sie wollen durchhalten:Trotz starker Ermüdungserscheinungen haben zwei Amateurteams am Freitag in Hamburg die nächste Hürde auf dem Weg zum Weltrekord im Dauer-Fußball genommen. Nach 55 Stunden Spielzeit am Stück hätten die Spieler des Kreisklasse-Clubs FC Hamburger Berg und ihre Herausforderer vom Vfl Wallhalben (Rheinland-Pfalz) nachts um 02.30 Uhr „Bergfest“ feiern können, sagte Benjamin Wolff, Betreuer vom FC Hamburger Berg. Insgesamt sollten 111 Stunden am Stück gespielt werden - bis zum geplanten Abpfiff am Sonntag um 13 Uhr. 

Am Morgen wirkten beide Teams zwar sichtlich kraftlos - der Ball aber lief weiter, wenn auch deutlich langsamer als zu Beginn. Bis zum „Bergfest“ seien bereits rund 800 Tore erzielt worden - ohne jedoch einen klaren Favoriten ausmachen zu können. Die genaue Toranzahl könne zudem erst nach Spielende ermittelt werden, wie FC-Vorstand und Spieler Ralph Hoffmann berichtete.

Lediglich zwei Mal musste das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden, unter anderem am Donnerstagabend aus Sicherheitsgründen wegen eines starken Gewitters.  Und auch wenn der Rekord noch in weiter Ferne zu liegen scheint, gibt es für die Spieler Aussicht zur Freude: In der Nacht zu Samstag könnte nämlich der bisherige deutsche Rekord im Dauerkicken eingestellt werden.

Insgesamt 75 Stunden müsste der Ball bis dahin ohne Pause gespielt worden sein.  Für den Weltrekordversuch herrschen strenge Vorgaben. Die 36 Spieler der beiden Mannschaften dürfen das Gelände um das Spielfeld während der gesamten Zeit nicht verlassen. Zudem verlangen die Richtlinien, dass mindestens sieben Fußballer pro Team auf dem Feld spielen. Vier Kameras zeichnen den Versuch zum Beweis zu jeder Zeit auf.

Insgesamt planen die Teams 111 Stunden am Stück zu spielen, sechs Stunden länger als die bisherigen Rekordhaltern aus Edinburgh. Die Erlöse des Spiels sollen für die Hamburger Flüchtlingshilfe gespendet werden. Am Sonntag wollen die Teams dann für die letzten 2 Stunden noch einmal „11 gegen 11“ auf dem Platz stehen, sagt Benjamin Wolff - „und alles geben“.

Es ist der zweite Versuch des Hamburger Fußball-Clubs. 2015 verfehlte das Team sein Ziel von 76 Stunden und 24 Minuten. Der schottische Fußballclub „The Craig Gowans Memorial Fund“ hält bislang den Rekord.

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erstellt am 03.Jun.2016 | 13:33 Uhr

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