Umbrella-Fall : Zwei weitere Jugendliche wegen Verbreitens von Kinderpornografie verurteilt

Den beiden Angeklagten wird vorgeworfen, von der Minderjährigkeit der Personen im geteilten Video gewusst zu haben.

shz.de von
09. Mai 2018, 12:49 Uhr

Das Östliche Landesgericht hat zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren für das Verbreiten von Kinderpornografie zu Gefängnisstrafen auf Bewährung verurteilt. Beide Fälle gehören zum sogenannten „Umbrella“-Fall, in dem mehr als 1000 Jugendliche in Dänemark beschuldigt werden, ein Video von zwei 15-Jährigen beim Geschlechtsverkehr über soziale Netzwerke und Messenger verbreitet zu haben.

Die beiden Verfahren dienten in dem viel diskutierten Umbrella-Komplex als Probefälle, nach denen sich die Urteile gegen die restlichen Beschuldigten richten sollen.

In zwei vorherigen Fällen hatte das Landesgericht die Urteile der Stadtgerichte gekippt, da es nicht der Meinung war, dass die Jugendlichen wegen Teilens von Kinderpornografie belangt werden konnten. Der Grund: Sie hätten nicht wissen können, dass es sich um Minderjährige handelte.

Dies war am Dienstag nicht der Fall. Das Östliche Landesgericht kam bei den 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen zu dem Ergebnis, dass sie sich beim Verbreiten des Videos bewusst waren, dass die Personen minderjährig waren.

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