Dänemarks Haupteingang : Trotz Kontrollen: Grenzverkehr nach Dänemark rollt durch SH wie nie

<p>Das Verkehrsaufkommen in Dänemark selbst, die Zahl der Touristen und die Anzahl der Grenzpendler steigen. Das führt auch im Königreich häufiger zu Stau, hier 2017 am Grenzübergang Krusau, wo Grenzkontrollen den Verkehrsfluss behindern.</p>

Das Verkehrsaufkommen in Dänemark selbst, die Zahl der Touristen und die Anzahl der Grenzpendler steigen. Das führt auch im Königreich häufiger zu Stau, hier 2017 am Grenzübergang Krusau, wo Grenzkontrollen den Verkehrsfluss behindern.

Der Jütlandkorridor ist mehr als 2,5 Mal wichtiger für den Grenzverkehr nach Dänemark als die Öresundbrücke.

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20. August 2018, 10:02 Uhr

Apenrade | Trotz der zeitweisen Behinderungen des Autoverkehrs insbesondere auf der Autobahn in Verbindung mit dänischen Grenzkontrollen steigt der Autoverkehr weiter im Bereich des „Jütlandskorridors“. Neue Zahlen des staatlichen dänischen Straßendirektorates zeigen, dass in den ersten drei Monaten dieses Jahres 2,4 Prozent mehr Autos über die Grenze zwischen Nordschleswig und Schleswig-Holstein gerollt sind.

Damit sind die Grenzübergänge in Nordschleswig weiterhin die mit Abstand wichtigsten Ein- und Ausfalltore Dänemarks. Laut neuer Übersicht zum staatlichen Straßennetz rollten 59 Prozent des grenzüberschreitenden dänischen Straßenverkehrs über die deutsch-dänische Landgrenze. Zweitwichtigstes Ein- und Ausfalltor ist die Øresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö. Über diese Verbindung laufen 23 Prozent des Auslandsverkehrs. Im Durchschnitt rollen täglich 90.000 Autos über die dänische Landesgrenze.

Im Bereich Rødby, wo der Bau eines Tunnels nach Puttgarden auf Fehmarn vorbereitet wird, fahren derzeit täglich unter 10.000 Autos über die Grenze. Im Bereich der Landesgrenze in Nordschleswig dominieren die Übergänge auf der Autobahn in Frøslee und der früheren Europastraße in Krusau.

Die am stärksten belasteten Straßen liegen in Dänemark im Bereich der Ballungsgebiete Kopenhagen und Aarhus, wo die Zahl der Autos in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen hat. Die jüngste Statistik der Straßenbehörde hatte gezeigt, dass der Trend zum Auto und Autoverkehr trotz vieler Vorsätze in Sachen Klimaschutz anhält.

Durch Eröffnung neuer Autobahnstrecken ist der dänische Autobahnverkehr 2017 um 4,1 Prozent gestiegen – mit dem Ergebnis, dass auf den Engpässen wie zum Beispiel im Bereich des Kleinen Belts die Staus zunehmen. Ein Faktor ist auch, dass immer mehr dänische Senioren Autos besitzen – und benutzen.

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