Dänemark : Staubteufel sorgt auf dem Roskilde-Festival für Aufsehen

Ein Staubteufel wie hier auf dem Roskilde-Festival hat mit einem Tornado nicht viel zu tun.

Ein Staubteufel wie hier auf dem Roskilde-Festival hat mit einem Tornado nicht viel zu tun.

Der Himmel ist blau, ein paar Wölkchen sind am Himmel. Doch dann reißt ein plötzlich auftretender Wirbel Zelte mit sich.

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06. Juli 2018, 09:00 Uhr

Roskilde | Hochsommerliches Wetter freut die Fans auf dem Roskilde-Festival. Doch auf dem Gelände sorgte am Donnerstag ein sogenannter Staubteufel für einige kaputte Zelte. Videos zeigen, wie das Wetterphänomen bei strahlend blauem Himmel über den Zeltplatz wirbelt und dabei Sand, Müll, Schlafsäcke und Pavillons mit sich reißt. Niemand wurde verletzt. Besucher des dänischen Festivals filmten das Ereignis mit ihren Handys:

Eine solcher kleinräumiger Luftwirbel (auch Kleintrombe genannt) entsteht, anders als bei einem Tornado (Großtrombe), auch ohne Verbindung zu einer Schauer- oder Gewitterwolke. Im Fall Roskilde eben auch bei sonnigem Wetter. Er kann sich bilden, wenn sich die Luft bei starker Sonneneinstrahlung in Bodennähe besonders aufheizt. Die erwärmte Luft steigt schnell auf. Kleine Turbulenzen und vertikale oder horizontale Windunterschiede, die sogenannte „Scherung“, versetzen die Luft dann in Rotation. Die Windgeschwindigkeiten liegen in den meisten Fällen unterhalb der Orkanschwelle. Leichte Gegenstände können jedoch hoch in die Luft gewirbelt werden. Die Wirbel halten sich meist nur wenige Sekunden, maximal mehrere Minuten, bis sie zerfallen. Sie werden oft erst sichtbar durch das Material, das sie transportieren und heißen dementsprechend Sandteufel, Staubteufel oder Nebelteufel.

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