Anti-IS-Kämpfer aus Nordschleswig : Sechs Monate Haft für Tommy Mørck

<p>Tommy Mørck vor heimischer Kulisse.</p>
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Tommy Mørck vor heimischer Kulisse.

Der aus Nordschleswig stammende Tommy Mørck muss sechs Monate in Haft. Zu dem Urteil kam das Stadtgericht in Aarhus.

shz.de von
04. Juni 2018, 14:41 Uhr

Aarhus | Der 39-jährige Tommy Mørck wurde am Montag vom Aarhuser Stadtgericht zu sechs Monaten Haft verurteilt, weil er sich ohne die Erlaubnis von dänischen Behörden in einem Konfliktgebiet aufhielt. Das berichtet der Nachrichtensender „DR“.

 

Die Staatsanwaltschaft warf Mørck vor, dass er zwischen November 2016 und März 2017 bis zu 25 Mal in die verbotene Raqqa-Provinz eingereist sei. Das ist ein Verstoß gegen das Gesetz, dass Einreise und Aufenthalt in gewissen Konfliktzonen verbietet, heiß es von der Staatsanwaltschaft. In diesem Zeitraum kämpfte Mørck als Teil der kurdischen Miliz YPG gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS).

Mørcks Anwalt plädierte auf Freispruch. Sein Argument: Das dänische Gesetz beeinflusse das bürgerliche Recht der freien Bewegung. Mørck jedoch räumte gegenüber DR ein, dass er womöglich schuldig sei. „Wahrscheinlich war ich in dem verbotenen Gebiet in Syrien. Aber ich weiß es nicht. Ich hatte ja weder Karte noch GPS bei mir“, so Mørck zu DR.

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