Mit dem Lada nach Russland : Prominente isländische WM-Abenteurer machen Halt in Tingleff

<p>Kristbjörn und Grétar vor ihrem Lada.</p>

Kristbjörn und Grétar vor ihrem Lada.

Auf dem Weg zur WM in Russland haben zwei Isländer in Tingleff Halt gemacht – mit einem Brief ihres Präsidenten.

shz.de von
11. Juni 2018, 12:04 Uhr

Tingleff | Kristbjörn Hilmir Kjartansson, Kumpel Grétar Jónsson und ihr in Landesfarben lackierter Lada sind in ganz Island im Gespräch. Die Schnapsidee der beiden Isländer, mit dem alten Sowjet-Wagen zur WM nach Russland zu fahren und ihrem Nationalteam die Daumen zu drücken, hat für großen Medienrummel gesorgt.

Vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft spielte sich das isländische Team mit seiner Leidenschaft und den „Huh“-Rufen seiner Fans in die Herzen der Zuschauer. Nun sind die Männer von der Vukaninsel erstmals bei einer WM dabei.

Sie führte sogar zu einer Einladung beim isländischen Präsidenten Guðni Th. Jóhannesson. Der hat den beiden auserkorenen Nationalhelden ein Schreiben an die Fußballmannschaft mitgegeben. Diesen Gruß wollen sie demnächst persönlich abgeben. Bei ihrer Tour nach Russland machten die beiden am Sonnabend Zwischenstation in Tingleff bei ihrer Freundin Sophie Meyer, die viele Jahre in Island lebte.

<p>Planschbecken statt Hot-Pool: Sophie Meyer und ihre isländischen Freunde, die sich eine kleine Erfrischung gönnten.</p>
Friedrich Hartung

Planschbecken statt Hot-Pool: Sophie Meyer und ihre isländischen Freunde, die sich eine kleine Erfrischung gönnten.

„2007 bin ich als Neunzehnjährige nach Island quasi ausgewandert und habe dort ein neues Zuhause gefunden und sogar eine isländische Familie zu meiner gemacht. Ab 2010 habe ich zusammen mit Krissi (Kristbjörn Red.) Betriebswirtschaftswissenschaften studiert, und wir wurden durch unsere Studentenvereinigung Mágus gute Freunde. 2012 bin ich von dort aus dann jedoch weiter nach Helsinki in Finnland umgesiedelt und in 2013 dann nach Tallinn in Estland für einen weiterführenden Studiengang“, so die gebürtige Hamburgerin, die mittlerweile in Tingleff lebt.

Beim Besuch der Kumpels aus Island, die Sophie Meyer seit 2012 nicht mehr gesehen hatte, wurden so manche Erinnerungen aufgefrischt und zur Feier des Tages und des Wiedersehens hatte Sophie gebacken. Von Tingleff ging es für die beiden Isländer und deren Lada dann weiter Richtung Russland.

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