Dänischer Grenzzaun : Löcher für den Wildschweinzaun

<p>Kleintiere wie Eichhörnchen soll der Zaun nicht aufhalten.</p>

Kleintiere wie Eichhörnchen soll der Zaun nicht aufhalten.

Die dänische Umweltbehörde hat ihr offizielles Ja zum Zaun gegeben. Sie empfiehlt jedoch kleine Extras.

shz.de von
25. Juni 2018, 19:37 Uhr

Kopenhagen | Die Planung des Wildschweinzauns entlang der deutsch-dänischen Grenze wird konkreter. Jetzt hat die Umweltbehörde ihrer Empfehlung zur Anhörung bis zum 18. Juli abgeschickt. Das berichtet die Behörde in einer Pressemitteilung. Am 4. Juni wurde das Gesetz bereits im Folketing durchgewunken. Der Zaun soll Wildschweine von Dänemark abhalten und damit das Königreich vor der Afrikanischen Schweinepest bewahren.

Dänemark will sich das Bauwerk zwischen der Flensburger Förde und dem Nordseedeich nahe dem Hindenburgdamm umgerechnet gut zehn Millionen Euro kosten lassen. Die Behörde empfiehlt, dass bei der Linienführung des Zauns Naturschutzgebiete wie die Natura-2000-Gebiete beachtet werden. Darüber hinaus sollten alle 50 bis 100 Meter kleine Öffnungen in der Größenordnung 20 mal 20 Zentimeter installiert werden. Dadurch sei die freie Grenzpassage für Kleintiere gewährleistet, so die Behörde.

 

Der geplante Wildschweinzaun soll 70 Kilometer lang und anderthalb Meter hoch sein. Zudem ist in Überlegung, dass er in einem Teil der Flensburger Förde und bei Seen nahe Süderlügum auch im Wasser gebaut werden soll. Einen halben Meter tief wollen die Dänen den Zaun in die Erde graben. In Harrislee formiert sich Widerstand gegen das Unterfangen, auch weil die Sinnhaftigkeit angezweifelt wird.

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