Dänische Insel Endelave : Drei Deutsche verunglücken mit brennendem Kleinflugzeug

<p>Das ausgebrannte Flugzeugwrack liegt neben einem Gerätehaus.</p>

Das ausgebrannte Flugzeugwrack liegt neben einem Gerätehaus.

Ein Flugzeugunglück mit deutschem Piloten beschäftigt die dänischen Behörden. Warum stürzte die Propellermaschine ab?

shz.de von
04. Juni 2018, 14:01 Uhr

Horsens | Auf der dänischen Insel Endelave im Horsens Fjord südwestlich von Samsø ist am Sonntagnachmittag gegen 16.22 Uhr ein zweimotoriges Passagierflugzeug in Brand geraten und komplett ausgebrannt. Vier Personen an Bord überlebten – drei von ihnen wurden schwerverletzt in Krankenhaus gebracht. Es handelt sich bei den Insassen um den 53-jährigen Piloten, zwei Frauen im Alter von 52 und 28 – alle drei aus Deutschland – sowie einen männlichen spanischen Staatsbürger. Die jüngere Frau kam laut Polizeibericht unbeschadet davon.

Das Feuer soll bei der Landung entstanden sein. Das Flugzeug stürzte laut Zeugenaussagen unkontrolliert auf ein Getreidefeld vor dem Flugplatz, überschlug sich dann und prallte gegen einen Baum. Dass die Witterung und schwierige Südwestwinde bei zu niedriger Geschwindigkeit beim Anflug auf die Insel für Turbulenzen sorgen können, ist Piloten gut bekannt. Doch am bei dem Wetter am Sonntag halten in dänischen Medien zitierte Anwohner es für unwahrscheinlich.

An Bord könnte sich etwas Anderes zugetragen haben. Ein existierendes Video und Zeugenaussagen sollen darüber Aufschluss geben, ob eine kriminelle oder strafbare Handlung die Ursache des Absturzes sei, zitiert „Extrabladet“ Kent Midtgaard Hansen von der Polizei Ostjütland.

<p>Die Insel Endelave (rot markiert) liegt etwa zehn Kilometer vom jütischen Festland entfernt.</p>
Screenshot Google Earth

Die Insel Endelave (rot markiert) liegt etwa zehn Kilometer vom jütischen Festland entfernt.

Der Flieger war laut Informationen von shz.de ohne einen Flugfunktransponder unterwegs. Das gilt bei Flügen über Wasser als fahrlässig und macht zudem eine Nachverfolgung der Flugroute unmöglich. Weil der Anblick des Vorfalls die 162 Einwohner der sehr flachen Insel offenbar sehr verschreckte, hielt sich die Polizei zunächst mit Meldungen zurück. Um welchen Flugzeugtyp es sich handelt, wurde nicht bekanntgegeben. Der Flugverkehr wurde für den ganzen Sonntag ausgesetzt.

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