Ramadan : Dänische Ministerin fordert Muslime zum Urlaubnehmen auf

Dänische Integrationsministerin Inger Stojberg

Die 45-jährige Politikerin Inger Støjberg sieht Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft.

Integrationsministerin Inger Støjberg (Venstre) meint, dass Arbeiten bei 18 Stunden Fasten nicht möglich ist.

shz.de von
22. Mai 2018, 13:08 Uhr

Derzeit ist Ramadan, doch der islamische Fastenmonat hat nicht nur Auswirkungen auf die Muslime selbst, sondern auf die ganze dänische Gesellschaft, sagt Integrations- und Ausländerministerin Inger Støjberg.

In einem Leserbrief in der Zeitung BT fordert sie die Muslime in Dänemark auf, Urlaub zu nehmen, wenn sie fasten wollen. „18 Stunden ohne Essen und Trinken sind nicht durchführbar, wenn man gleichzeitig seine Arbeit verrichten soll“, meint die Ministerin.

Sie wolle dänischen Muslimen nicht die Möglichkeit nehmen, ihre Religion auszuüben, fordere aber alle dazu auf, dann Urlaub zu nehmen, schreibt Støjberg.

Der Ramadan dauert 29 bis 30 Tage. In dieser Zeit ist es praktizierenden Muslimen untersagt, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang etwas zu essen oder zu trinken – auch Dinge wie Rauchen und Sex sind in diesem Zeitraum untersagt.

In diesem Jahr geht der Ramadan vom 15. Mai bis zum 14. Juni. Ausgenommen vom Fasten sind unter anderem Kinder, Ältere und Kranke.

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