Røde pølser : China genehmigt Import: Rote dänische Hotdog-Würstchen bald in Shanghai

<p>Ein echter dänischer Hotdog mit rotem Würstchen.</p>

Ein echter dänischer Hotdog mit rotem Würstchen.

Bald geht der erste Container ins Reich der Mitte. 2019 wird es die erste chinesische Fabrik für den Klassiker geben.

shz.de von
05. Februar 2018, 16:08 Uhr

Bisher mussten Chinesen den langen Weg nach Dänemark reisen, um in den Genuss eines traditionellen dänischen Hot Dogs mit rotem Würstchen zu kommen. Künftig können sie sich das Flugticket sparen. Dänemark und China haben ein Handelsabkommen geschlossen, das es möglich macht, wärmebehandeltes Schweinefleisch wie zum Beispiel Würstchen und Dosenschinken in das asiatische Land zu exportieren.

„Das ist ein großer Tag für Dänemark. Es wird uns sowohl Exporterlöse als auch Arbeitsplätze bringen“, sagt Umwelt- und Lebensmittelminister Esben Lunde Larsen (Venstre) zur Nachrichtenagentur Ritzau. Der Landwirtschaftsverband Landbrug & Fødevarer schätzt, dass der Deal den dänischen Export um jährlich rund 33,7 Millionen Euro steigert.

Warum sind dänische Würstchen rot?

Rot ist die dänische Nationalfarbe, das spiegelt sich in der beliebten Nationalflagge Dannebrog wieder und eben auch in den Würstchen. Könne man jedenfalls meinen. Aber das ist nicht der Grund. Während der Weltwirtschaftskrise der 1930er färbten die Dänen minderwertiges Fleisch, das für die arme Bevölkerung bestimmt war, rot. Dies wurde irgendwann zum Markenzeichen. Die Hülle der Würstchen wird mit dem Lebensmittelfarbstoff Karmin leuchtend rot eingefärbt, während das fleisch eher farblos wirkt – ganz im Stil der dänischen Flagge also. Ansonsten ist die Brühwurst in der Machart kaum von hiesigen Wienern oder Frankfurter Würstchen zu unterscheiden, wenngleich der Geschmack etwas hintergründiger erscheint.

 

Das dänische Schlachtunternehmen Danish Crown wird im kommenden Jahr eine Fabrik in Shanghai eröffnen, um vor Ort Würste zu produzieren. Das Rohmaterial soll aber weiterhin von dänischen Schweinebauern kommen. So sollen dänische Arbeitsplätze gesichert werden.

Das Fleischwaren-Unternehmen Tulip rechnet damit, dass sich bereits in einigen Wochen die ersten Container mit roten Hot-Dog-Würstchen auf den Weg nach China machen.

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