Neue Untersuchungen : Geringe Pflanzenschutzmittelrückstände in Kartoffeln

Unbeschädigte Kartoffeln ohne keimende Stellen können Verbraucher bedenkenlos essen.
Im Kartoffelanbau ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zugelassen.

Von 98 Proben frischer Kartoffeln waren fast 90 Prozent frei von Rückständen. Die Zahlen sind seit Jahren rückläufig.

shz.de von
27. Juni 2018, 11:57 Uhr

Rostock | In Norddeutschland erhältliche Kartoffeln sind Untersuchungen zufolge geringfügig mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet, Bio-Kartoffeln gar nicht. Von 98 Proben frischer Speisekartoffeln aus dem In- und Ausland waren 88 Prozent rückstandsfrei, wie das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) in Rostock am Mittwoch mitteilte. In zwölf Prozent der Proben wurden demnach Pflanzenschutzmittelrückstände oberhalb der Bestimmungsgrenze nachgewiesen, aber unterhalb der zulässigen Höchstgehalte.

Die Kartoffeln stammten zu knapp 80 Prozent aus regionalem Anbau, davon 14 Prozent (elf Proben) aus ökologischem Anbau. Die restlichen Proben kamen aus dem europäischen Ausland und Ägypten. Die Untersuchungen erfolgten in Labors aus sieben norddeutschen Bundesländern.

Im Kartoffelanbau ist dem Landesamt zufolge der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zugelassen. Bei den Rückstandsfunden handelt es sich um Wirkstoffe gegen Pilze. Insgesamt gelten Kartoffeln als vergleichsweise gering belastet. Zudem seien Rückstände in Kartoffeln seit Jahren rückläufig, hieß es. Zum Vergleich: Im deutschen Lebensmittelmonitoring des Bundes wurden zuletzt 2014 bei 20 bis 50 Prozent der untersuchten Proben Rückstände nachgewiesen, aber keine Höchstgehaltsüberschreitungen festgestellt.

Zum Netzwerk Norddeutsche Kooperation gehören Labors in Berlin- Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

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