Im Nordsee-Schießgebiet : Fregatte „Nordrhein-Westfalen“: Deutsche Marine übt den scharfen Schuss

Die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ in Kiel.

Die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ in Kiel.

Schießübungen in der Nordsee verliefen „zufriedenstellend“. Ende 2018 wird die „Nordrhein-Westfalen“ übergeben.

shz.de von
18. Mai 2018, 13:37 Uhr

Kiel | Die noch in der Erprobung befindliche Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ der Deutschen Marine übt bereits den scharfen Schuss. Nach Angaben der Marine erfolgte erstmals das Schießen mit scharfer Munition. Der Fregattenkapitän Andreas Konz als Kommandant, übte mit seiner Besatzung „Bravo“ den freien Schuss und erteilte die Feuererlaubnis hierzu.

Bei dem Schießen wurde das 127 Millimeter Hauptgeschütz sowie auch die beiden 27 Millimeter Leichtgeschütze eingesetzt. Über zwei Tage in der Nordsee erfolgte im Schießgebiet in der Nordsee auf dem zweiten Schiff der „Baden-Württemberg“ das Erprobungsprogramm für die neuen Marinegeschütze.

Bei der Übung wurden insgesamt 19 Schuss mit dem größten und derzeit modernsten Hauptgeschütz der Marine sowie 180 Schuss durch die Marine Leichtgeschütze verschossen. Bei einer Rohrlänge von mehr als acht Metern erreichte das Hauptgeschütz eine Feuerrate von über 30 Schuss die Minute.

Der verantwortliche Attilleriewaffenmeister und Hauptbootsmann Andreas Scheunemann zeigte sich mit dem Verlauf des Schießens zufrieden. Größere Distanzen von mehr als 80 Kilometer können durch reichweitengesteigerte Munition erreicht werden. Dabei ist auch die Bekämpfung von Landzielen möglich.

Ende des Jahres soll nach Angaben eines Sprechers des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) voraussichtlich die Abgabe der „Nordrhein-Westfalen“ durch die Industrie an die Bundeswehr beziehungsweise dem BAAINBw erfolgen.

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