Flüchtlingskrise 2015 : Flüchtlinge auf der Autobahn: Dänisches Gericht spricht Fotografen frei

<p>Zahlreiche Flüchtlinge liefen  am 9. September 2015 bei Kliplev über die Fahrbahn der dänischen Autobahn E 45 in Richtung Norden.</p>

Zahlreiche Flüchtlinge liefen  am 9. September 2015 bei Kliplev über die Fahrbahn der dänischen Autobahn E 45 in Richtung Norden.

Martin Lehmann gelangen während der Hochzeit der Flüchtlingsbewegungen 2015 historische Aufnahmen. Weil er sich geweigert hatte, die Autobahn zu verlassen, stand er vor Gericht.

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23. Januar 2018, 08:39 Uhr

Sonderburg | Der dänische Pressefotograf Martin Lehmann von der Zeitung „Politiken“ wurde am 9. September 2015 festgenommen. Trotz Aufforderung hatte er sich geweigert, die Autobahn zu verlassen, als rund 300 Flüchtlinge Richtung Norden liefen. Er wurde wegen Störung der öffentlichen Ordnung angeklagt. Am Montag sprach ihn das Gericht in Sonderburg frei.

Konkret wurde ihm vorgeworfen, am 9. September 2015 die Arbeit der Polizei behindert zu haben, als die Flüchtlinge zu Fuß auf der nordschleswigschen Autobahn E45 unterwegs waren. Die Polizei hatte damals die gesamte Presse dazu aufgefordert, die Autobahn zu verlassen. Martin Lehmann widersetzte sich der Anordnung und wurde daraufhin festgenommen und für einige Stunden in die Arrestzelle in Apenrade gesperrt.

Lehmann erklärte vor Gericht, es habe sich dabei um ein historisches Ereignis gehandelt. Deshalb sei er als Pressefotograf verpflichtet gewesen, dieses zu begleiten und festzuhalten. Zu dieser Ansicht kam nun auch das Gericht in Sonderburg und sprach den Angeklagten frei.

 
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