Sicherheitstipps in der Lichterzeit: Sicherer Umgang mit Adventskränzen und Weihnachtsbäumen

Nicht selten muss die Feuerwehr brennende Gestecke löschen. Foto: LFV SH/Bauer
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Nicht selten muss die Feuerwehr brennende Gestecke löschen. Foto: LFV SH/Bauer

shz.de von
14. Dezember 2017, 15:38 Uhr

Kiel (ots) -

Ausgetrocknete Adventsgestecke und Tannenbäume mit "echten" Kerzen
sind in der Weihnachtszeit häufig Verursacher von Wohnungsbränden. Im
schlimmsten Fall sind neben den hohen Sachschäden auch Verletzte und
Tote die Folgen. Vom ersten Entzünden der Tannennadeln bis zum
lichterlohen Brennen des Gesteckes oder des Baumes vergehen nur
wenige Sekunden. Ein trockenes Gesteck oder eine trockene Tanne
verbrennt so schlagartig, dass Löschversuche oft vergeblich bleiben.
Sicherheitstipps für eine unbeschwerte Advents- und Weihnachtszeit:
Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Auch nicht "nur mal
kurzfristig" in das benachbarte Zimmer gehen. Achtung: Vor dem
Verlassen des Raumes immer Kerzen löschen. Besondere Vorsicht gilt,
wenn Kinder oder Haustiere dabei sind. Sie könnten durch
Unachtsamkeit einen Brand auslösen oder sich schwer verbrennen.

Niedergebrannte Kerzen rechtzeitig auswechseln. Kerzen rechtzeitig
wechseln, damit sie nicht die leicht entflammbaren Materialien wie
Tannennadeln oder Schleifen in Brand setzen können. Sehr
empfehlenswert sind Sicherheitskerzen, denn die gehen zum Ende hin
von selbst aus.

Ausreichenden Abstand zu leicht brennbaren Materialien einhalten.
Kerzen dürfen beispielsweise Gardinen, Dekorationen, Polstermöbeln
usw. nicht zu nahe kommen und müssen stabil in den Haltern stehen.
Die Unterlage eines Adventsgesteckes sollte nichtbrennbar und ein
Tannenbaumfuß standsicher sein. Ein mit Wasser gefüllter
Tannenbaumfuß bringt zusätzliches Gewicht und verzögert die
Austrocknung.

Starken Luftzug im Raum vermeiden. Durch Kerzen, die Zugluft
ausgesetzt sind, können leicht entflammbare Materialien schnell Feuer
fan-gen.

Kerzen nicht auspusten, sondern einen Kerzenlöscher verwenden.
Glühende Dochtteilchen können auch noch nach Stunden einen
Adventskranz oder Tannenbaum in Flammen aufgehen lassen.

Elektrische Lichter sind wesentlich sicherer als "echte" Kerzen.
Beim Kauf sollte immer ein Produkt mit Sicherheits-Prüfzeichen (VDE,
GS) gewählt werden. Moderne LED-Kerzen kommen "echten" Kerzen optisch
schon sehr nahe und sind eine sichere Alternative.

Löschmittel für den Fall der Fälle vorhalten. In der
Weihnachtszeit sollte man auf einen Entstehungsbrand vorbereitet
sein. Sofern kein Feuerlö-scher vorhanden ist, kann ein großer
Wassereimer oder eine Baumwolldecke in der Nähe der Kerzen
vorgehalten werden. Den Brand aber nur dann bekämpfen, wenn es noch
gefahrlos möglich ist.

Im Brandfall immer sofort die Feuerwehr über den Telefonnotruf 112
benachrichtigen. Sofern noch möglich, Fenster und Türen schließen um
die Sauerstoffzufuhr zu stoppen. Türen aber nicht abschließen.
Schlüssel für die Feuerwehr bereithalten. In jedem Fall sofort das
Gebäude verlas-sen. Warnen Sie auch Ihre Nachbarn!

Rauchmelder-Ausstattung der Wohnung überprüfen. In der Wohnung
angebrachte Rauchmelder bieten nicht nur in der Weihnachtszeit einen
guten Schutz für die Bewohner vor giftigem Brandrauch. Durch
Rauchmelder wird ein Brand frühzeitig gemeldet und eine rechtzeitige
Flucht ermöglicht.




Rückfragen bitte an:

Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein
Holger Bauer
Pressesprecher
Telefon: 0431 / 603 2195
Mobil: 0177 / 2745486
E-Mail: bauer@lfv-sh.de
http://www.lfv-sh.de

Original-Content von: Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein, übermittelt durch news aktuell

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