Feuerwehren verzeichnen arbeitsreiche Nacht

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01. Januar 2019, 08:12 Uhr

Kiel (ots) - Der Jahreswechsel bescherte den Feuerwehren in
Schleswig-Holstein auch dieses Mal wieder reichlich Arbeit. Nach der
Auswertung der ersten Leitstellenberichte, kam es bislang zu rund 280
Feuerwehreinsätzen im ganzen Land - deutlich mehr als letztes Jahr.
Bei der überwiegenden Anzahl der durch Silvesterfeuerwerk
verursachten Brände blieb es bei geringem Sachschaden. Dennoch gab es
gleich mehrere Großbrände und in Kiel verletzten sich unabhängig
voneinander drei Kinder (11 und 2 x 8 Jahre alt) durch Umgang mit
Knallkörpern an den Händen. In Preetz wurde eine bewusstlose Frau mit
schweren Kopfverletzungen aufgefunden, für die noch keine Ursache
genannt werden kann.

Die Leitstelle Nord in Harrisle meldete für die Kreise
Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und die Stadt Flensburg insgesamt
29 Brandeinsätze. Herausragend war hier ein Brand in Westre bei
Ladelund. Dort griff ein Feuer von einem Carport auf ein Wohnhaus
über. Fünf Freiwillige Feuerwehren waren dort im Einsatz. In
Flensburg musste die Feuerwehr einen brennenden PKW in einem Carport
löschen.

Die Leitstelle Mitte verzeichnete für die Bereiche Kiel,
Rendsburg-Eckernförde und Plön 57 Feuerwehreinsätze - davon allein 31
in der Landeshauptstadt. Überwiegend brannten Müllcontainer. In
Preetz entzündete eine Silvesterrakete ein Dach - die Feuerwehr
konnte den Brand aber im Keim ersticken. Im Kreis
Rendsburg-Eckernförde rückten die Feuerwehren 20mal zu Kleinbränden
aus. Bei Emkendorf verunglückte ein Autofahrer auf einem abgelegenen
Weg. Die Feuerwehr hatte Mühe, den Unfallort zu finden - konnte den
Verletzten dann aber zügig befreien.

Die Leitstelle West meldete für die Kreise Dithmarschen, Pinneberg
und Steinburg insgesamt 45 Feuerwehreinsätze. Überwiegend gingen auch
hier Müllcontainer in Flammen auf. Lediglich in Pinneberg wurde
größerer Alarm ausgelöst, als bei der Firma Binné 35 Paletten mit
Bitumen-Dachbahnen in Flammen aufgingen. In Glückstadt kam es zu
einem Zimmerbrand. Ein RTW kam in Bedrängnis im Kreis Dithmarschen.
Der Patient war renitent und psychisch auffällig. Er stand unter
Alko-hol und Drogen. Die Rettungswagenbesatzung fühlte sich von dem
Patienten be-drägt, suchte diplomatisch den Rückzug und forderten die
Polizei an. Diese konnte die Lage entspannen.

38 Feuerwehreinsätze zählte die Leitstelle Holstein für den Kreis
Segeberg. In Nor-derstedt kam es zu einem Brand in einem Reihenhaus.
Die Bewohner blieben aber unverletzt. Totalschaden gab es dagegen bei
einem Großbrand in Bad Bramstedt. Hier griff ein Feuer in einer
Mülltonne zunächst auf das Carport, dann auf das Wohnhaus über. Der
Neubau ist unbewohnbar. Verletzt wurde auch hier niemand.

Die Leitstelle Süd für die Kreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn
und Osthol-stein nannte 62 Brandeinsätze. Allein 27mal brannten
Mülltonnen und -container. Und es wurden vier Großbrände gezählt: In
Geesthacht brannte ein Dachstuhl. In Kröppelshagen ging ein
Gebäudeanbau in Flammen auf. In Neuschönningstedt (Reinbek) brannte
ebenfalls ein Dach und in Glinde brannten auf einem Firmenge-lände
ein LKW und mehrere PKW:

In Lübeck musste die Feuerwehr 32 brennende Mülltonnen und
-Container löschen. Eher kurios war eine Alarmierung zu einem
piependen Rauchwarnmelder. Die Feuerwehr lokalisierte das Piepen
jedoch an einem Kühlschrank, dessen Tür von dem Wohnungsinhaber offen
gelassen wurde.

In Neumünster hatte die Feuerwehr rund 15 Kleinbrände
abzuarbeiten und löschte zusammen mit mehreren freiwilligen
Feuerwehren einen Dachstuhlbrand im Stadtteil Wittorf.




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Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein
Holger Bauer
Pressesprecher
Telefon: 0431 / 603 2195
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