Feuerwehren üben den Ernstfall - Großübung auf dem Wintershall Dea-Gelände Friedrichskoog

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30. Oktober 2019, 12:23 Uhr

Dithmarschen (ots) -

Friedrichskoog - Am Dienstagabend (08.10.2019) gegen 19:15 Uhr wurden acht
Feuerwehren zu dem Gelände der Landstation Dieksand gerufen. Dort wurde eine
Großübung durch den Betreiber ausgearbeitet.

Das Werksgelände der Landstation Dieksand in Friedrichskoog erstreckt sich auf
55.000 m². Als ein Teil der Wintershall Dea Deutschland AG, wird hier seit Mitte
2000 Ölgewinnung aus dem östlichen Teil der Öllagerstätte Mittelplate betrieben.
Einmal im Jahr ist der Betrieb gemäß dem Bundesberggesetz verpflichtet, eine
Übung mit den Freiwilligen Feuerwehren im Einzugsbereich durchzuführen. In
diesem Jahr wurde, anders als im Jahr 2017, die Übung durch den Betreiber selbst
ausgearbeitet. Nach dem der Alarm für die Wehren Friedrichskoog, Dieksanderkoog,
Kronpronzenkoog, Kaiser-Willhelm-Koog, Trennewurth, Helse, Neufeld und
Neufelderkoog durch die Leitstelle West ausgelöst wurde, bot sich den
anrückenden Kräften eine übersichtliche Lage: Auf dem Betriebsgelände kam es bei
Wartungsarbeiten an einem Flachbodentank zu einer Explosion. Durch die Wucht der
Explosion wurde ein Mitarbeiter einige Meter weit weg geschleudert. Ein weiterer
Mitarbeiter wurde durch herumfliegende Teile verletzt. Erschwerend für die
Einsatzkräfte wurden Anlagenteile beschädigt und der Verletzte sowie die
Rettungskräfte durch giftige Dämpfe gefährdet. Insgesamt arbeiteten über 100
Einsatzkräfte des Kreisfeuerwehrverbandes an dem Übungsszenario. Für die
Einsatzkräfte gab es auf dem Werksgelände einige organisatorische
Schwierigkeiten zu meistern. So herrscht beispielsweise auf dem Werksgelände
Explosionsgefahr bei der Verwendung von herkömmlichen Funkgeräten oder
Handlampen. Die Einsatzkräfte müssen daher mit entsprechend ex-geschützten
Einsatzmitteln durch den Betreiber ausgestattet werden. Ungewohnt für die
Einsatzkräfte des Kreisverbandes ist auch das Verwenden von Schlauchmaterial und
Wasserwerfern des Betreibers. Im Regelfall bringt die Feuerwehr ihr eigenes
Material für Löschangriffe mit. Nicht so auf dem Werksgelände der Landstation
Dieksand. Hier befinden sich Container in denen das benötigte Material für die
Löschangriffe vorgehalten wird. In gut einer Stunde konnte das Übungsszenario
durch die Feuerwehren unter der Einsatzleitung der Friedrichskooger Wehr
abgearbeitet werden. Das Deutsche Rote Kreuz übernahm die Verpflegung der
Einsatzkräfte vor Ort und sorgte für ein gemeinsames Abendessen nach getaner
Arbeit. Auch die Bereitschaft der Kreisfeuerwehrzentrale wurde im Übungsverlauf
an den Übungsort gerufen, um das gebrauchte Schlauchmaterial aufzunehmen und in
der Feuerwehrtechnischen Zentrale in St. Michaelisdonn zu reinigen. Der
stellvertretende Kreiswehrführer Klaus Vollmert zeigte sich positiv gegenüber
der Übungsleistung der Wehren: "Es hat alles ziemlich gut funktioniert. Das
Übungsszenario konnte durch die Einsatzkräfte gut bewältigt werden. Dennoch gibt
es einige Punkte, an denen gearbeitet werden muss. Gäbe es diese nicht,
bräuchten wir die Zeit in solche derartige Übungen nicht investieren, dafür sind
wir hier!" Die Übungsbeobachter werden nun ihre Notizen auswerten und
zusammenfassen. Im Anschluss wird es dann unter den beteiligten Personen eine
Nachbesprechung der Übung geben, um aus den aufgetretenen Problemen zu lernen.



Rückfragen bitte an:

Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen
Pressewart
Ole Kröger
Mobil: 01520-8538343
E-Mail: pressesprecher@kfv-hei.de
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