Eindringlicher Appell für mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften bei der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg

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08. März 2020, 12:23 Uhr

Pinneberg (ots) - Eindringlicher Appell für mehr Respekt gegenüber
Einsatzkräften bei der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes
Pinneberg

Datum: Sonnabend, 7. März 2020

Ellerhoop - Einen Appell für mehr Respekt gegenüber Feuerwehrleuten und gegen
Gewalt an ehrenamtlichen Helfern hat Kreiswehrführer Frank Homrich in den
Mittelpunkt seines Berichts während der Jahreshauptversammlung des
Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg am Sonnabend in Ellerhoop gestellt. Ihn treibe
das Gefühl um, dass es zu wenig Verständnis und Respekt gegenüber den
Einsatzkräfte gebe; Beleidigungen und sogar Angriff würden landauf, landab
verzeichnet. Homrich bekräftigte vor den 110 Delegierten der 53 im KFV
organisierten Wehren sowie zahlreichen Ehrengästen: "Gewalt gegen Einsatzkräfte
- das geht gar nicht." Der Bürger dürfte immer auf schnelle Hilfe durch die
Feuerwehr rufen, aber wenn sie die Meldung "Baum auf Straße" als dünner Ast
entpuppe oder der angeblich vollgelaufene Keller sich mit einem Feudel trocken
legen ließe, führe die gerade in den ohnehin stark belasteten städtischen
Feuerwehren zu Frust unter den Ehrenamtlern. Landrat Oliver Stolz pflichtete
Homrich bei: "Das hat bei uns keinen Platz zu haben." Grundlagen des
selbstständigen Handelns und des Miteinanders scheinen verlernt worden zu sein.
Der Chef der Kreisverwaltung verband seinen Dank für die geleistete Arbeit der
Feuerwehren und das gute Zusammenwirken mit dem Vorstand des KFV mit dem
Versprechen: "Wir als Kreis Pinneberg hören zu und haben ihren berechtigen
Belangen Rechnung getragen." Man werde in Kürze in die Diskussion um die
Erweiterung der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Tornesch-Ahrenlohe - den
sogenannten dritten Bauabschnitt - ebenso einsteigen wie die Frage, ob das
Modulkonzept für den Katastrophenschutz auf Gefahren wie aktuell der Coronavirus
vorbereitet sei. Letztere Frage beantwortete Stolz selbst mit: "Ich glaube, ja."
Frank Homrich ist der festen Überzeugung, dass diese Sorgen in der
Öffentlichkeit thematisiert werden müssen. "Nur durch ständiges Wiederholen und
Wiedererkennen beginnt sich etwas zu ändern", warb er und führte als positives
Beispiel die Thematik "Rettungsgasse" an. "Inzwischen wird diese nahezu und
jeder Verkehrsmeldung im Radio erwähnt", sagte er. Positiv ist nach drei Jahren
des leichten Rückgangs die Entwicklung bei der Zahl der Einsatzkräfte im Kreis
Pinneberg. Diese ist um zwölf auf 2660 Frauen und Männer gestiegen. Diese haben
in 2019 3121 verschiedene Einsätze abgearbeitet. Das sind in einem Jahr ohne die
ganz großen Flächenlagen (Sturm/Starkregen) 324 weniger als 2018 gewesen. Frank
Homrich bezog in seine Bilanz besonders die Kreiseinheiten mit ein: die
Technische Einsatzleitung, die Kommunale Feuerwehrbereitschaft inklusive
verschiedener Fachzüge wie Pumpen oder Wasserversorgung über lange Wegstrecken
sowie den ABC-Zug/Löschzug Gefahrgut. Auf Kreisebene wurden im vergangenen Jahr
580 Frauen und Männer ausgebildet. Dafür stehen dem Verband 80 Ausbilder zur
Seite. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung ernannte Frank Homrich den
Pinneberger Raiko Woydt zum neuen Fachwart Medizin der KFV Pinneberg. Der Arzt
führt außerdem das PSNV-E-Team (Psychosozialen Versorgung oder Nachsorge bei
belastenden Einsätze) in der Nachfolge der jetzigen Elmshorner Wehrführerin
Britta Stender. Verabschiedet wurde die ehemalige stellvertretende
Kreisjugendfeuerwehrwartin Nicole Nieber (FF Pinneberg). Wahlen standen mit
Ausnahme der von Thomas Runge (FF Appen) zum neuen Kassenprüfer nicht auf der
Tagesordnung. Allerdings laufen mit Ende dieses Jahres die Amtszeiten von
Kreiswehrführer Frank Homrich (FF Wedel) und seinem Stellvertreter Stefan Mohr
(FF Elmshorn) aus. Homrich kündigte an, dass sie beide während einer
außerordentlichen Mitgliederversammlung am 11. November zur Wiederwahl stellen
wollen. "Ich meine, dass wir ein sehr gutes Team sind und wir eine Menge die
Feuerwehren im Kreis bewegen", warb er.

Beförderungen Zum Oberlöschmeister: Heiko Bolt ( Moorrege), Torben Fehrs
(Quickborn), Sascha Hatje (Halstenbek), Udo Kock (WF Feldmühle), Ronny Lehmann
(Klein Nordende), Christian Rieckenberg (Halstenbek), Christian Schlüter
(Seeth-Ekholt), Alexander Soquat (Egenbüttel), Lena Struckmeyer (Tangstedt),
Jerome Vonnekold (Haseldorf), Sven Wohlers (Klein Nordende), Jörn Wrage
(Borstel-Hohenraden) Zum Hauptlöschmeister**: Kevin Bornholdt (Hemdingen),
Fabian Glaw (Seeth-Ekholt), Patrick Gravert (Elmshorn), Florian Hader (Heist),
Christian Schulze (Uetersen), Kai Seifert (Barmstedt)

Zum Brandmeister: Danilo Haker (Schenefeld), Gerlinde Langeloh (Ellerbek)

Zum Oberbrandmeister: Frank Gutjahr (Egenbüttel), Olaf Mayer (Haselau)

Zum Hauptbrandmeister: Klaas Seehaus (Ellerbek) Zur 1. Hauptbrandmeisterin:
Britta Stender (Elmshorn)

Ehrungen Bronzene Florianmedaille für zehnjährige Tätigkeit im KFV Pinneberg:
Sabrina Bornholt (Pinneberg), Olaf Hahn (Ellerhoop), Frank Homrich (Wedel), Kay
Sierk (Westerhorn)

Goldene Florianmedaille für zwanzigjährige Tätigkeit im KFV Pinneberg: Thomas
Groß (Elmshorn), Udo Jahnke (Seestermühe)

Rückfragen bitte an:

Kreisfeuerwehrverband Pinneberg
Kreispressewart
Michael Bunk
Mobil: (0170) 3104138
E-Mail: Michael.Bunk@kfv-pinneberg.org

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