Drei Brände in Kiel - Abschlussmeldung -

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13. März 2018, 14:33 Uhr

Kiel (ots) - In der Nacht zu Dienstag und in den frühen
Morgenstunden ist es im Kieler Stadtgebiet zu drei Bränden in
Mehrfamilienhäusern gekommen. Vollalarm für die Kieler Feuerwehr mit
hohem Personaleinsatz. Um 00.35 informierten mehrere Bewohner aus
einem Mehrfamilienhaus des Gustav-Schatz-Hofes in Gaarden die
Rettungsleitstelle über ein stark verrauchtes Treppenhaus. Beim
Eintreffen der Rettungskräfte machten sich einige Bewohner an den
Fenstern ihrer Wohnungen bemerkbar. Durch das rasche Eingreifen der
Berufs-und Freiwilligen Feuerwehr wurde das Feuer im Keller des
Gebäudes gelöscht. Verletzt wurde zwar niemand, aber 59 Bewohner
wurden vorsorglich rettungsdienstlich untersucht. Nach zwei Stunden
war der Einsatz für die 50 Kräfte beendet.

Um 03:53 Uhr wurde die Feuerwehr erneut in den Gustav-Schatz-Hof
alarmiert. Wiederholt kam es zu einer starken Rauchentwicklung in
einem Treppenhaus, diesmal aber an anderer Stelle des
Gebäudekomplexes. Zwar konnte das Feuer im Keller wieder zügig unter
Kontrolle gebracht werden, durch die starke Verrauchung bestand für
eine große Anzahl an Bewohnern jedoch akute Lebensgefahr, teilweise
waren die Fluchtwege durch verrauchte Treppenräume abgeschnitten. Die
Feuerwehr löste daraufhin Großalarm aus, weil mit einem Massenanfall
von Verletzten zu rechnen war. Auf Grund der zunächst unklaren Lage,
ließ der Einsatzstab in ganz Schleswig-Holstein die Anzahl von freien
Krankenhausbetten erfragen. Da sich zu diesem Zeitpunkt alle
Rettungswagen im Einsatz befanden, wurde vorsorglich der
Großraum-Rettungswagen der Feuerwehr Hamburg angefordert, der aber
später nicht mehr erforderlich war. Das Rettungsdienstpersonal
untersuchte 90 betroffene Hausbewohner. Zwei Leichtverletzte Frauen
wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in Kieler
Krankenhäuser transportiert. Auf Grund des Brandschadens durften die
Bewohner nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Im Gemeindezentrum
Schulstraße wurden zunächst 40 betroffene Personen übergangsmäßig von
der Betreuungsgruppe des DRK betreut. Das Amt für Wohnungs-und
Grundsicherung organisierte anschließend in der Kieler Jugendherberge
eine Zwischenbleibe.

Ein dritter Einsatz beschäftigte die Feuerwehr im Kieler
Ostuferhafen. Die dortige Brandmeldeanlage lief in der
Rettungsleitstelle am Westring um 04.08 Uhr auf. Eingesetzt wurden
die Kräfte des Löschzuges der Hauptfeuerwache. Nach einer Erkundung
gab der Einsatzleiter eine schnelle Entwarnung. Kein Einsatz für die
Feuerwehr. Doch es ging weiter.

Gegen 04:49 Uhr wurde ein Feuer in einer Wohnanlage in der
Hamburger Chaussee gemeldet. Der Brand im ersten Obergeschoss drohte
auf die darüber liegende Wohnung überzugreifen. Wiederholt akute
Lebensgefahr für die Bewohner. Für die eingesetzten Kräfte der
Hauptfeuerwache und den Freiwilligen Wehren Russee und Wellsee kam
Unterstützung der Bundeswehrfeuerwehr vom Marinestützpunkt Kiel, die
gemeinsam das Feuer schnell unter Kontrolle brachten. Insgesamt
wurden 44 betroffene Bewohner rettungsdienstlich untersucht. Verletzt
wurde niemand. In einem bereit gestellten KVG-Bus wurden die Bewohner
zunächst betreut. Nach dreieinhalb Stunden war der Einsatz für die 60
Kräfte beendet. Auch die evakuierten Bewohner, bis auf die betroffene
Brand-und die darüber liegende Wohnung, konnten alle wieder
zurückkehren.

Die Feuerwehr Kiel kann keine Angaben zu den Schadensursachen und
Schadenshöhen machen. An allen drei Brandobjekten nahm die
Kriminalpolizei unmittelbar ihre Ermittlungen auf. Eingesetzt waren
zwei Löschzüge, Sonderfahrzeuge, Sonder-Einsatz-Gruppen,
Direktionsdienst, Führungsstab der Berufsfeuerwehr, Notarzt-und
Rettungsdienst, vier Rettungswagen aus den Nachbarkreisen, neun
Freiwillige Feuerwehren, Betreuungsgruppe DRK, Bundeswehrfeuerwehr
Kiel mit insgesamt 260 Kräften




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