200. Ausbildungslehrgang für Atemschutzgeräteträger im Kreisverband

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26. April 2019, 08:03 Uhr

Dithmarschen (ots) -

Zehn neue Atemschutzgeräteträger für die Wehren im Kreis
Dithmarschen schlossen im März (2019) den Ausbildungslehrgang
erfolgreich ab. 200 Lehrgänge zum Tragen von schwerem Atemschutz
wurden bisher durch den Kreisfeuerwehrverband abgehalten. Die beiden
Pioniere der Atemschutzausbildung im Kreis Dithmarschen Günter
Iversen und Harald Steen wurden zu dem Abschuss des
Jubiläumslehrganges eingeladen und erinnerten sich an die Anfänge vor
rund 40 Jahren mit echtem Feuer in selbstgebauten Übungsstrecken.

Die beiden Feuerwehrmitglieder Günter Iversen und Harald Steen
erinnern sich noch gerne an die Anfangszeiten der
Atemschutzausbildung im Kreis Dithmarschen zurück. Als die beiden
Vollblutfeuerwehrmänner mit ihrer Tätigkeit als Ausbilder für das
Tragen von Atemschutz im Jahr 1978 anfingen, sah die Ausbildung noch
ganz anders aus als heute, erinnert sich Harald Stehen: "Wir haben
die Ausbildung auf dem Gelände der Raffinerie Texaco (heute
Raffinerie Heide) durchgeführt. Die Belastungsübung wurde in dem
damaligen Kraftwerk abgehalten. Die Lehrgangsteilnehmer mussten mit
den Atemschutzgeräten in dem 70°C heißen Kraftwerk über den Kessel
klettern und über das Werksgelände joggen. In einem Bunker haben wir
eine Übungsstrecke mit Hindernissen aufgebaut und Stroh entzündet um
Feuer, Rauch und Hitze zu erzeugen. Dabei war ein Seil mit einer
Glocke im Notfall die einzige Verbindung der Lehrgangsteilnehmer nach
draußen." Die Zahlen der Lehrgangsteilnehmer war allerdings gering,
weiß Günter Iversen zu berichten: "Atemschutzgeräte waren bei den
Feuerwehren noch nicht weit verbreitet. Über diese damals wegweisende
Technik verfügten nur die größeren Feuerwehren im Kreis, wie die
Wehren aus Heide, Brunsbüttel, Meldorf und Hemmingstedt." Heute ist
an eine derartige Ausbildung im Umgang mit Atemschutzgeräten nicht
mehr zu denken. Benjamin Rohde, Fachwart des Kreisfeuerwehrverbandes
für Atemschutz und sein 12 köpfiges Team von Ausbildern, arbeiten
heute mit moderner Technik. Die jährlichen Belastungsübungen und die
Ausbildung der Atemschutzgeräteträger finden in der
Feuerwehrtechnischen Zentrale des Kreisverbandes in St. Michaelisdonn
statt. Hier stehen Laufbänder, Endlosleitern und Fahrradergometer für
die Belastungsübungen unter schwerem Atemschutz bereit. Dabei wird
heute nach jeder Übung der Puls der Geräteträger überwacht. Auch ein
Arzt ist bei den Übungen anwesend. "Die körperliche Verfassung der
Teilnehmer wird genau überwacht, um sicherzustellen, dass die
Geräteträger der Belastung gewachsen sind.", berichtet Benjamin
Rohde. "Die Atemschutzgeräteträger bewegen sich im Einsatz in einer
lebensunfreundlichen Umgebung an ihrer Belastungsgrenze. Ein
Eingreifen von Feuerwehrkameraden von außerhalb ist da nicht
möglich!" Auch die Übungsstrecke entspricht heutiger Technik.
Brennendes Stroh findet man hier zum Glück nicht mehr. Der Rauch wird
in der aus einem Gitterkäfig mit mehreren Ebenen und Hindernissen
bestehenden Übungsstrecke durch Disconebel erzeugt und die Hitze
mittels elektrischer Heizstrahler. Mit einer Wärmebildkamera werden
die Geräteträger in der Strecke ständig überwacht, um bei einem
Problem eingreifen zu können. Der Kreisfeuerwehrverband bietet
mittlerweile fünf Lehrgänge im Jahr an. Um sich für den
Ausbildungslehrgang zum Atemschutzgeräteträger anzumelden, muss
zunächst eine ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung absolviert werden.
Die sogenannte G26-3 Untersuchung war übrigens schon zu Beginn der
Lehrgänge 1978 Pflicht.




Rückfragen bitte an:

Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen
Pressewart
Ole Kröger
Mobil: 01520-8538343
E-Mail: ole.kroeger@ff-averlak-blangenmoor.de

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