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Importverbot für Knaller : Ferienverkehr nach Dänemark: Grenzkontrolleure haben Feuerwerk auf dem Kieker

vom
Aus der Onlineredaktion

In diesen Tagen schauen die Grenzwächter Dänemarks ganz besonders hin, was Reisende im Kofferraum haben. Versuchter Knaller-Import kann richtig teuer werden.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2016 | 14:02 Uhr

Krusau/Ellund | Die Polizei von Südjütland und Nordschleswig wird in den kommenden Tagen verstärkt darauf achten, dass keine illegalen Feuerwerkskörper nach Dänemark gelangen. Das berichtet „DR Syd“. Bei Zuwiderhandlungen winken wie im letzten Jahr empfindliche Strafen.

Tausende Deutsche verbringen Silvester in einem Ferienhaus in Dänemark. Wer die „bösen Geister“ mit Knallkörpern, Schreckschusspistolen und Raketen vertreiben will, muss sie vor Ort in Dänemark kaufen.

Für jede Böller- und Raketenpackung wird ein Regelbußgeld von umgerechnet etwa 70 Euro erhoben. Es geht bei der Aktion nicht nur um gefährliche Ware vom Schwarzmarkt, denn in in Dänemark ist es grundsätzlich verboten, Knallkörper aus anderen Ländern einzuführen. „Irgendjemand versucht immer, etwas mit über die Grenze zu nehmen. Aber man darf schlicht und einfach keine Feuerwerkskörper mit nach Dänemark bringen. Man darf sie auch nicht im Internet bestellen“, sagt Christian Østergaard von der Kriminalprävention der Polizei.

Einzig in zugelassenen Geschäften in Dänemark dürfe gekauft werden – und es müssen das SIK- oder das CE-Siegel auf den Feuerwerkskörpern vermerkt sein. Außerdem müsse eine dänischsprachige Gebrauchsanweisung vorliegen, aus der der Mindestabstand hervorgeht. Nicht alle der illegalen Feuerwerkskörper in Dänemark kommen allerdings aus dem Ausland, sondern werden in Dänemark hergestellt – häufig in entlegenen Ställen und ähnlichen Anlagen.

Der Fokus liege dieses Jahr noch stärker als sonst auf illegalem Feuerwerk, weil es damit in den vergangenen Jahren wiederholt schwere, teils tödliche Vorfälle gegeben habe, so Østergaard. Für den Besitz illegaler Feuerwerkskörper wird in der Regel eine Strafe von 2000 Kronen (270 Euro) verlangt. 258 Menschen sind zum vergangenen Neujahr mit Verletzungen durch Knallkörper eingeliefert worden, darunter 98 Kinder.

In einigen Sommerhausgebieten ist das Abfeuern aufgrund erhöhter Brandgefahr grundsätzlich nicht erlaubt. Auskünfte sind vor Ort einzuholen.

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