Mord an Frau und Kindern : Familiendrama in Apenrade: Polizei ist dem Vater wieder auf der Spur

Der Eingang zur Wohnung. Vor dem Gebäude hatten zahlreiche Bürger Blumen abgelegt.
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Der Eingang zur Wohnung. Vor dem Gebäude hatten die erschütterten Bürger Blumen abgelegt.

Nach der Flucht des Vaters in die Türkei standen die Chancen eher schlecht: Nun vermeldet die Polizei einen kleinen Durchbruch.

shz.de von
19. Dezember 2016, 14:53 Uhr

Apenrade | Die Polizei in Süddänemark ist bei ihren Ermittlungen im Dreifachmord von Apenrade dem flüchtigen Vater und mutmaßlichen Täter offenbar wieder auf der Fährte. Den Ermittlern ist es gelungen, zur Familie und zu Freunden von Hamid Farid Mohammed in der Türkei Kontakt aufzunehmen. Die Polizei sieht dies als einen großen Ermittlungserfolg. Wie Kriminalchef Bent Thuesen mitteilte, sei zwar noch kein Fahndungserfolg zu vermelden, aber er betonte, die Polizei beobachte sehr genau den Kreis von Familienangehörigen und Freunden, den der 33-Jährige eventuell aufsuchen könnte, um weiterhin Unterschlupf zu finden.

Der Mann wird beschuldigt, Ende Oktober seine Frau und seine beiden Töchter in der Apenrader Wohnung erstickt zu haben. Anschließend legte er die Opfer in eine Gefriertruhe. Kurz danach war der mutmaßliche Täter per Taxi nach Flensburg gefahren, von wo er per Bahn nach Hamburg weiterreiste. Von Fuhlsbüttel flüchtete er per Flugzeug in die Türkei, was die Chance auf eine Ergreifung gering erscheinen ließ. Die Familie war 2015 aus Syrien nach Dänemark gekommen und hatte Flüchtlingsstatus.

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