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Abgeschaltetes Kernkraftwerk : Brunsbüttel: Zwei Drittel der rostigen Atommüll-Fässer geborgen

vom
Aus der Onlineredaktion

Vier von sechs Lagerstätten wurden geräumt. Die Leerung der Kaverne 6 soll im nächsten Jahr folgen.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2017 | 17:48 Uhr

Brunsbüttel | Die Bergung rostiger Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen im Kernkraftwerk Brunsbüttel kommt weiter voran. Vier von sechs unterirdischen Lagerstätten seien vollständig geräumt, teilte das für die Atomaufsicht zuständige Energieministerium am Freitag in Kiel mit. Insgesamt seien seit Februar 2016 aus den vier geleerten Hohlräumen 382 Fässer geborgen und 20 Endlagercontainer befüllt worden. „Fast zwei Drittel der Fässer sind jetzt raus und die Kavernen mit den schwerwiegendsten Befunden sind vollständig geleert“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne).

Die Kaverne 5 ist - wie eine Inspektion ergab - von der Korrosionsproblematik nicht betroffen. Sie enthält lediglich noch sechs Fässer mit Kernbauteilen. Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde ist jetzt mit der Prüfung des Bergungskonzepts für Kaverne 6 befasst. In dem Hohlraum befinden sich knapp 250 Fässer. Die Bergung soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

In den sechs Lagerstätten hatte die Betreibergesellschaft ursprünglich 632 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aufbewahrt. Es handelte sich im Wesentlichen um Filterharze und Verdampferkonzentrate aus dem KKW-Betrieb, der 1977 begonnen hatte. Brunsbüttel ist seit 2007 dauerhaft abgeschaltet. Die Stilllegung wird vorbereitet.

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