Stundenlange Staus bei Elmshorn : Zwei Unfälle auf der A23 – eine Tote, ein Schwerverletzter

Die Feuerwehr stellte einen Sichtschutz auf.

Die Feuerwehr stellte einen Sichtschutz auf.

Auf der A23 wird bei einem Unfall ein Mann schwer verletzt. Am Stauende stirbt eine Frau bei einem zweiten Unfall.

shz.de von
12. September 2018, 12:00 Uhr

Elmshorn | Es waren tragische Szenen, die sich am Dienstagnachmittag auf der A23 abgespielt haben. Gegen 17.30 Uhr ging in der Leitstelle am Nachmittag eine Meldung über einen Unfall ein, bei dem ein 49-jähriger Mann nahe des Rastplatzes Steinburg nach einem Überschlag mit seinem VW Golf eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt wurde. Er wurde daraufhin von den alarmierten Kräften aus dem Fahrzeug herausgeschnitten. Ein 21-jähriger Autofahrer war zuvor mit seinem 3er BMW bei Tempo 140 auf das Heck des Golfs aufgefahren. Der Mann aus dem Kreis Steinburg blieb unverletzt. Er gab gegenüber der Polizei an, offenbar in einen Sekundenschlaf gefallen zu sein. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

 

Der schwerverletzte Golf-Fahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Aufgrund der vielen Leute, die mit ihren Smartphones am Rastplatz standen, um den Unfall für sich festzuhalten, setzten die Kräfte Sichtschutzwände ein. So konnte ein Gaffen während der Rettungsarbeiten verhindert werden.

Ein Sachverständiger wurde an die Unfallstelle herangezogen. Die Autobahn in Richtung Heide konnte erst nach vier Stunden freigegeben werden. Kurz vor der Freigabe der Autobahn kam es dann zu einem schweren Folgeunfall, der sich am Ende des Staus zutrug. Eine Dithmarscherin war mit ihrem Smart auf dem Standstreifen liegengeblieben und wartete im Auto auf den Abschleppdienst. In diesem Moment fuhr ein 29 Jahre alter Hamburger mit seinem Fiat-Transporter auf das Stauende zu. Als er dies bemerkte, wich er auf den Pannenstreifen aus – und krachte in den Smart.

Zweiter Unfall am Stauende: Die Smart-Fahrerin erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.
Florian Sprenger / Westküsten-News

Zweiter Unfall am Stauende: Die Smart-Fahrerin erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.

 

Durch den heftigen Aufprall des Fiat Ducato auf den Smart wurde die 50-Jährige tödlich verletzt. Die Dithmarscherin erlag noch am Unfallort ihren Verletzungen. Der 29-Jährige verletzte sich leicht. Die Rettungskräfte brachten ihn mit einem Schock ins Krankenhaus.

Während die Autobahn in Höhe des ersten Unfalls wieder freigegeben wurde, mussten die Autofahrer hinter dem zweiten Unfall noch etwa zwei Stunden bis 23.38 Uhr auf die Weiterfahrt warten. Ein Sachverständiger wurde auch hier hinzugezogen, um die Unfallursache zu klären.

Alle vier Fahrzeuge der beiden Unfälle mussten schließlich mit Abschleppern geborgen werden. Das Technische Hilfswerk wurde zusätzlich noch für Sperrmaßnahmen auf die A23 beordert.

Die Wehren Elmshorn, Horst und Klein Offenseth-Sparrieshoop waren mit zirka 40 Einsatzkräften vor Ort.

Verhalten bei Panne - Nicht im Autor bleiben: Eine Panne auf der Autobahn kann  lebensgefährlich sein. Deshalb empfiehlt die Deutsche Verkehrswacht: den Wagen auf die Standspur lenken, Warnblinker einschalten und Warnweste  – die für den Fahrer gesetzlich vorgeschrieben ist – anziehen. Anschließend gelte es, umsichtig  und möglichst auf der Beifahrerseite auszusteigen und eventuelle Mitfahrer in Sicherheit zu bringen. „Fahrer und Insassen gehören immer hinter die Leitplanke und nicht auf die Fahrbahn“, heißt es bei der Verkehrswacht. Danach in 150 Metern Entfernung das Warndreieck aufstellen – und erst dann die Pannenhilfe anrufen.


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