Verkehrskontrollen : Polizeikontrollen: Fast die Hälfte der Fahrzeuge mangelhaft

Die Landespolizei kontrollierte 670 Fahrzeuge – und untersagte 63 Fahrzeugführern auf der Stelle die Weiterfahrt.

shz.de von
31. Juli 2018, 16:28 Uhr

Kiel | Die Landespolizei Schleswig-Holstein hat in der vergangenen Woche den Schwerpunkt ihrer Kontrollen auf den gewerblichen Güter- und Personenverkehr gelegt. Trotz des hochsommerlichen Wetters kontrollierten alle Polizeidirektionen des Landes LKWs und Busse.

Hintergrund der Aktion war die TISPOL-Kontrollwoche: TISPOL (Traffic Information System Police) wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das Hauptziel von TISPOL ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen. Die ständigen Schwerpunktthemen sind unter anderem Geschwindigkeit, Ablenkung, Sicherheitsgurt, Alkohol und Drogen und der gewerbliche Güter- und Personenverkehr.

„Die Beanstandungsquote lag während der vergangenen Kontrollwoche bei fast 45 Prozent. Im Schwerpunkt wurden zahlreiche Verstöße insbesondere gegen Fahrpersonalvorschriften, Ladungssicherung, Überladung und Gefahrgutvorschriften festgestellt und zur Ahndung gebracht“, bilanzierte Uwe Thöming, zuständig für Verkehrssicherheitsarbeit bei der Landespolizei.

Technische Mängel, Überladungen und Geschwindigkeitsüberschreitungen

670 Fahrzeuge wurden kontrolliert, davon beanstandeten die Polizisten 301 Fahrzeuge aus dem gesamten europäischen Raum. Allein im Bereich der Fahrpersonalvorschriften stellten die Kontrolleure 817 Verstöße fest. 

28 Fahrzeuge wiesen technische Mängel wie an der Bremsanlage, an der Beleuchtung, den Reifen, der Federung und den Achsen auf. Außerdem ahndeten die Polizisten 137 Verstöße nach der Straßenverkehrsordnung und der Straßenverkehrszulassungsordnung, wie beispielsweise Geschwindigkeitsüberschreitungen, fehlende Ladungssicherung und Überladung. Insgesamt untersagten die Polizisten 63 Fahrzeugführern die Weiterfahrt.

Schwerpunkt der Landespolizei: Überwachung des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs

„Ein Grund für die hohe Beanstandungsquote dürfte der anhaltende Konkurrenzdruck in diesem stetig aufwachsenden Gewerbe sein“, beschreibt Thöming. „Die geltenden Regeln, insbesondere die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten sowie die Einhaltung der Beladungsgrenzen werden sehr häufig missachtet.“

LKW-Unfälle haben oftmals besonders schwere Unfallfolgen für andere Verkehrsteilnehmer. Hauptunfallursachen sind Geschwindigkeitsüberschreitungen, mangelnde Ladungssicherung und Übermüdung, so der Spezialist.

Die Ergebnisse der Kontrollen bestätigen der Landespolizei: Die Überwachung des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs bleibt auch zukünftig ihr Schwerpunkt in der spezialisierten Verkehrsüberwachung.

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