E-Mail-Betrug : Polizei Heide: Warnung vor Erpressermails

Betrüger gaben vor, Opfer heimlich bei sexuellen Handlungen gefilmt zu haben und drohten mit Veröffentlichung.

shz.de von
15. Mai 2018, 18:39 Uhr

Heide | Innerhalb der letzten Tage sind bei der Heider Kriminalpolizei einige Anzeigen eingegangen, nachdem Unbekannte versucht haben, per erpresserischer E-Mail von den angeschriebenen Opfern Geld zu erlangen. Keiner der Geschädigten ging auf die Forderungen ein – die Polizei warnt dringend davor, in derartigen Fällen Geld zu überweisen.

Seit der vergangenen Woche beschäftigt sich die Kripo mit vier Fällen, in denen unbekannte Schreiber per E-Mail vorgaben, die Computer der Angeschriebenen gehackt und einen Trojaner auf den PCs installiert zu haben. Mit Hilfe von diesem Computerprogramm hätten sie die Betroffenen während des Besuches einer pornografischen Internetseite und damit verbundenen sexuellen Handlungen gefilmt. Die dabei entstandenen Aufnahmen würden sie nur gegen Zahlung von 500 Euro an eine Bitcoin-Adresse nicht veröffentlichen.

In den vorliegenden Fällen zahlte keines der Opfer das Geld und meldete den Sachverhalt bei der Polizei. Die Ermittlungen gestalten sich jedoch schwierig. Die Beamten gehen davon aus, dass die Täter vom Ausland aus agieren und bundesweit aktiv sind. Sie warnen dringend davor, auf eine E-Mail hin Geld zu überweisen – auch wenn die Betrüger einen erheblichen Druck ausüben.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert