Westerland : Evakuiert: Feuer in Ferienunterkunft auf Sylt

Rund 100 Rettungskräfte waren in der Westerländer Strandstraße im Einsatz.

Rund 100 Rettungskräfte waren in der Westerländer Strandstraße im Einsatz.

Das Feuer brach vermutlich im Restaurant im Erdgeschoss des Appartementhauses aus.

shz.de von
25. August 2018, 12:40 Uhr

Westerland | Dichter, beißender Qualm schlug den Feuerwehrleuten aus dem Restaurant Culinarium in der Westerländer Strandstraße auf Sylt entgegen. Um 0.41 Uhr in der Nacht zum Sonnabend ging bei der Leitstelle der Feueralarm ein. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Westerland, Tinnum und Wenningstedt, des DRK und der Polizei waren im Westerländer Stadtzentrum im Einsatz.

Der Brandherd befand sich nach Angaben des Gemeindewehrführers Wolfgang Kloth (49) im Restaurant, das im Erdgeschoss des Geschäfts- und Appartementhauses Strandburg (Strandstraße 6) liegt und bereits geschlossen hatte. Ein technischer Defekt wird als Ursache angenommen.

Der starke Rauch verbreitete sich durch das Haus und die Nachbarschaft in der unteren Strandstraße. Die Diskothek „Z1“ im Keller der Strandburg musste geräumt werden. Zunächst mussten rund 60 Feriengäste ihre Unterkünfte verlassen, doch nach der Entrauchung durch die Feuerwehr war das Nachbargebäude Strandstr. 4 wieder bewohnbar. Knapp 40 Evakuierte aus dem kontaminierten Haus Strandstr. 6 mussten jedoch anderweitig untergebracht werden. Vor der Nord-Ostsee-Sparkasse wurden Tische und Bänke aufgestellt und die Evakuierten zunächst mit Decken versorgt. Im benachbarten Hotel Stadt Hamburg fanden Bewohner eine Notunterkunft, in der Hotelbar „Hardy's“ harrten Familien mit kleinen Kindern aus.

Noch in der Nacht konnten die evakuierten Feriengäste in Begleitung von Feuerwehrleuten persönliche Gegenstände aus den Wohnungen holen. DRK und Ordnungsamt sorgten für Ersatzquartiere.

Mit Atemschutz rückten die Feuerwehrleute an die Brandstelle im Restaurant vor.
Ralf Henningsen

Mit Atemschutz rückten die Feuerwehrleute an die Brandstelle im Restaurant vor.

Drei Personen kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich in die Nordseeklinik. Ein Feuerwehrmann mit Kreislaufproblemen und ein Polizist wurden ambulant durch das Rote Kreuz versorgt.

Der Einsatz dauerte etwa bis 7.30 Uhr morgens. Eine Schadenshöhe nannte die Leitstelle nicht, doch durch die immense Rauchbelastung der Wohnungen und Geschäftsräume rechnete Kloth mit einer Summe im fünfstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, die Brandstelle wurde durch die Polizei beschlagnahmt. Vermutlich werden auch noch Sachverständige des Landeskriminalamtes den Brandort untersuchen.

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