Vandalismus gegen Lille Havfrue : Blau und Weiß: Nächstes Farb-Attentat auf Kopenhagens kleine Meerjungfrau

<p>Farbprobe: Die Popularität der kleinen Meerjungfrau bereitet der Polizei häufiger Arbeit.</p>
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Farbprobe: Die Popularität der kleinen Meerjungfrau bereitet der Polizei häufiger Arbeit.

Ganze zwei Wochen nach dem blutroten Anschlag, wurde die Statue wieder Opfer eine Farb-Aktion.

shz.de von
14. Juni 2017, 10:10 Uhr

Kopenhagen | Kopenhagens größter Touristenmagnet wurde erneut Opfer von Vandalismus. Wie die Kopenhagener Polizei berichtet, wurde die kleine Meerjungfrau an der Langelinie diesmal in den Farben Blau und Weiß angemalt. Wie vor zwei Wochen wurde wieder ein Statement auf dem Boden vor der Statue geschrieben – „Befri Abdulle” (Befreit Abdulle). Wer genau damit gemeint sein könnte, ist derzeit noch ein Rätsel.

Die „Lille Havfrue“ wurde schon von Vandalen geköpft, entarmt, von ihrem Steinsockel an der Uferpromenade Langelinie gesprengt, ins Ausland verschifft – und ist allgemein gesagt immer wieder Opfer von Zerstörungen. Sie steht für Außenstehende wie nichts anderes für Dänemarks Hauptstadt und ist damit ein politisches Ziel.

 

Die Polizei fahndet nun nach einem dünnen, blonden Mädchen, das um die 1,70 Meter groß ist. Die Kommune Kopenhagen beschäftige sich inzwischen mit der Entfernung der Farbe, teilte die Polizei am Morgen auf Twitter mit.

 

Vor gut zwei Wochen wurde die Meerjungfrau Opfer eines Verbrechens, das mit hoher Wahrscheinlichkeit politisch motiviert war. Damals wurde die Statue rot bemalt, damit wollte man auf die Grindwal-Jagd vor den Färöer-Inseln aufmerksam machen. Dem aktuellen Fall liegt anscheinend ein anderes Motiv zugrunde.

Die Meerjungfrau vor zwei Wochen.
Foto: dpa
Die Meerjungfrau vor zwei Wochen.
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