Transport zur Bohrplattform : AW189-Hubschrauber verliert erneut Fenster über der Nordsee

<p>Ein AW189 im Jahr 2015 bei einer Helikoptermesse in Moskau.</p>

Ein AW189 im Jahr 2015 bei einer Helikoptermesse in Moskau.

Vor Esbjerg fliegen Fenster aus Helikoptern. Grund soll ein Missgeschick gewesen sein - zumindest beim zweiten Mal.

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22. November 2016, 10:59 Uhr

Esbjerg | Zweimal innerhalb eines Monats hat ein Hubschrauber des Typs AgustaWestland AW189 aus der Flotte des Unternehmens Bel Air über der Nordsee ein Fenster verloren. Es handelte sich in beiden Fällen um Flüge zwischen dem Esbjerger Flughafen und einer Bohrplattform in der Nordsee.

Menschen kamen in beiden Fällen nicht zu Schaden. Natürlich sei es ein Ernstfall, wenn etwas von einem Hubschrauber falle, aber in beiden Fällen sei es nicht kritisch für die Sicherheit gewesen, erklärte die Chefin von Bel Air, Susanne Hessellund. Die Verkehrsbehörden seien informiert worden.

Beim ersten Vorkommnis war das Fenster etwa zehn Minuten nach Abflug von der Ölplattform herausgefallen. Der Pilot kehrte nach Esbjerg zurück und alle Fenster wurden vor dem nächsten Take-Off kontrolliert. Warum es dazu kam, dass das Fenster sich löste, sei unklar, sagt Hesselund.

Am Montag stürzte abermals ein Fenster aus einem AW189 herunter, von dessen Typ Bel Air drei im Einsatz hat. Diesmal sei  „aus Versehen“ ein Hebel heruntergedrückt worden, sagt die Geschäftsführerin. Die Fenster eines Hubschraubers müssen aus Sicherheitsgründen – falls es zum Beispiel zu einer Notlandung auf Wasser kommen sollte – herausgedrückt werden können. Die Fenster müssen allerdings dem Druck eines sich anlehnenden Kopfes widerstehen können, erklärt Hesselund.

Das Unternehmen Bel Air Aviation hat schon sein ein paar Jahren Streitigkeiten mit der dänischen Verkehrsbehörde. Den Esbjergern wurden mehrfach Verstöße gegen Sicherheitsregeln vorgeworfen. Über das gesamte Jahr 2015 wurde der Flugbetrieb der Firma daraufhin von der Behörde einer verschärften Kontrolle unterzogen.

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