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Kreis Herzogtum Lauenburg : Austritt von Chlorbleiche: Gefahrgut-Einsatz im Seniorenheim

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Stark ätzende Chlorbleiche war ausgetreten - die Feuerwehr und Gefahrgut-Spezialisten waren vor Ort.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2017 | 16:21 Uhr

Lauenburg | Großeinsatz am Dienstagnachmittag am Askanierhaus an der Reeperbahn: Im Keller des Seniorenheims der Familie Staneck in Lauenburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) war es wahrscheinlich beim Umfüllen von als Gefahrgut deklarierten Reinigungsmitteln in der Wäscherei zum Austritt von Chlorbleiche gekommen. Die gilt als stark ätzend. „Wir haben gemäß der Handlungsanweisungen sofort die Türen geschlossen und die Feuerwehr informiert, die hat dann ihre Gefahrgut-Spezialisten zusammengezogen“, erklärte Geschäftsführer Philipp Staneck.

Der Einsatz lief gegen 13.30 Uhr an und zog sich mehrere Stunden lang hin. „Um schlagkräftig vorgehen zu können, haben wir uns weitere Einsatzkräfte aus Schwarzenbek und vom Löschzug Gefahrgut dazu geholt“, sagte Florian Grundmann, Zugführer der Lauenburger Wehr. Er beriet das Vorgehen mit Marco Fischer, dem Fachwart für Gefahrgutfragen des Kreisfeuerwehrverbandes. Fischer: „Um jedes Risiko durch den Stoff für die Kollegen auszuschließen, mussten diese sich mit Chemikalienschutzanzügen ausrüsten.“ Diese Spezialanzüge sind vollkommen abgedichtet, darunter bekommen die Retter Luft aus ihren Atemflaschen.

Vorsorglich wurde das Erdgeschoss des Askanierhauses evakuiert, dann beim Betreten der Wäscherei direkt vor den Türen mit Druckbelüftung das Gas aus dem Treppenhaus ferngehalten und durch ein Kellerfenster ins Freie geleitet. Der Raiffeisenweg war deshalb voll gesperrt.

„Chlorbleiche ist nicht ungefährlich, deshalb durften wir hier kein Risiko eingehen“, so Fischer. Staneck erklärte, dass das Mittel beim Waschen weißer Wäsche regelmäßig zum Einsatz komme und soweit ungefährlich ist, solange die Behälter dicht sind und nichts austritt. „Dieses Leck hier hat für ordentlich Trubel gesorgt. Aber schön ist, dass die Sache dann läuft, wenn etwas schief geht“, sagte Staneck.

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