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Erstmals seit 200 Jahren : Acht Jungwölfe in Westjütland – Jäger fordert Schießerlaubnis

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Aus der Onlineredaktion

Nicht drei, sondern mindestens acht Wolfswelpen streifen durch die Wälder Westjütlands. Zu viel, meint ein besorgter Jäger.

Ulfborg | „Kann das wirklich wahr sein?“ Diese Frage stellte sich am Sonntag ein dänischer Jäger, der während seines Morgenspaziergangs wenige Kilometer von seinem Haus in Ulfborg (Ulv=dänisch für Wolf) schockiert innehält. Keine 400 Meter von ihm entfernt steht ein Wolfsrudel mit acht Welpen.

Die Umweltbehörde hatte bereits am Montag Bilder von drei Wolfsjungen veröffentlicht, die von einer Wildkamera aufgenommen worden waren – die ersten, die seit 200 Jahren in Dänemark geboren wurden. Schon vor zwei Jahren war der Verdacht aufgekommen, die Wölfe hätten sich in Jütland fortgepflanzt.

Die Videoaufnahmen von Jäger Henrik Sahlholdt Nielsen aus Ulfborg zwischen Holstebro und Ringkøbing zeigen, dass die Wildkamera der dänischen Naturbehörde nur einen kleinen Teil des Wolfsnachwuchses erfassen konnte. Die Behörden gaben gleichzeitig bekannt, dass es keinen Grund zur Besorgnis gebe.

Doch dieser Meinung ist der Jäger nicht. Er hat vier kleine Kinder im Alter von vier Monaten bis acht Jahren und es ist noch nicht lange her, dass ein ausgewachsener Wolf 200 Meter von seinem Haus entfernt gesichtet wurde. „Es ist unheimlich zu wissen, dass Wölfe so nah an unser Haus herankommen. Wir sind bisher mit den Kindern viel im Wald gewesen, aber das kann ich nicht mehr verantworten, wenn diese Wölfe erwachsen werden und es mehr Paare in der Nähe unseres Hauses gibt“, sagt der Jäger zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Er ist der Meinung, dass die Behörden eingreifen und die Population begrenzen sollten, auch wenn die Wölfe geschützt sind. „Sie haben bereits viel Schaden durch Angriffe auf Schafe und Haustiere angerichtet, wenn die Wölfe jetzt noch mehr werden, wird es viele weitere Vorfälle geben“, so Nielsen. Unabhängig vom Schadensersatz, den die dänischen Behörden in solchen Fällen zahlen, könne er nicht verstehen, wenn es auch in Zukunft verboten sei, Wölfe zu schießen. 

 

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erstellt am 04.Jul.2017 | 17:04 Uhr

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