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Roadrunner nahe Ratzeburg : 92-Jährige verletzt sich beim Überfahren eines Nandus

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Aus der Onlineredaktion

Eine 92-jährige Autofahrerin verletzt sich leicht. Der Laufvogel überlebte den Unfall nicht.

Schlagsdorf | Bei einem Unfall auf der L 01 an der Grenze zu Schleswig-Holstein hat sich am Montagvormittag eine 92 Jahre alte Fahrerin leicht verletzt. Von Schönberg kommend in Richtung Ratzeburg war sie mit ihrem Wagen auf Höhe des Abzweigs Schlagresdorf (Gemeinde Schlagsdorf in Mecklenburg Vorpommern) mit einem plötzlich auf die Fahrbahn laufenden Nandu zusammengestoßen.

Passanten kümmerten sich um die Unfallbeteiligte und brachten sie zum Arzt. Der nicht mehr fahrbereite Mercedes Benz musste durch einen Abschleppunternehmen geborgen werden. Der Schaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Das Tier überlebte den Unfall nicht.

Im Jahr 2000 waren einige der bis zu eineinhalb Meter großen Vögel einem Züchter in Schleswig-Holstein entkommen. Seither breiten sich die Nandus, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen und das Bundesnaturschutzgesetz fallen, von der Grenzregion am Flüsschen Wakenitz in Richtung Osten aus. Bei einer Zählung Anfang November 2016 waren mehr als 200 Vögel erfasst worden.

Da es sich bei Nandus nicht um sogenanntes Haarwild handelt, könne es sein, dass Kfz-Versicherer Unfallschäden nicht übernehmen, sagte eine Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Autofahrer sollten sich gegebenenfalls noch einmal informieren, ob ihr Versicherer Unfälle mit Tieren aller Art übernimmt oder nur mit Haarwild. Zum Haarwild gehören laut GDV unter anderem Rehe, Wildschweine, Hirsche und Füchse.

Von Freitag bis Montagvormittag ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Wismar 14 weitere Unfälle, die im Zusammenhang mit Tieren auf der Fahrbahn verursacht wurden. Während es in Metelsdorf gleich zweifach wegen Hasen krachte, liefen in Bobitz, Dassow, Kirchstück und Dreveskirchen Wildschweine, Füchse und Rehe auf die Fahrbahn. Fahrzeugführer konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen. Die Unfälle ereigneten sich vermehrt während der Dunkelheit. Fahrer sollten daher insbesondere während der Dämmerung und der Dunkelheit besonders vorsichtig fahren.

Auch in Wedel kam es am Sonntag zu einem Unfall mit einem Tier: Ein Autofahrer prallt mit einem Pferd zusammen.

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erstellt am 06.Feb.2017 | 17:43 Uhr

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