Neue Artikel Warnschilder am Pool müssen gut sichtbar sein

Von Redaktion shz.de | 08.05.2009, 05:05 Uhr

München/Köln (dpa/tmn) - Reiseveranstalter müssen dafür sorgen, dass Warnschilder an den Pools der von ihnen angebotenen Hotels gut zu erkennen sind. Wenn sie dies unterlassen, verletzen sie ihre Verkehrssicherungspflicht und müssen bei Unfällen den Gästen Schadenersatz zahlen.

München/Köln (dpa/tmn) - Reiseveranstalter müssen dafür sorgen, dass Warnschilder an den Pools der von ihnen angebotenen Hotels gut zu erkennen sind. Wenn sie dies unterlassen, verletzen sie ihre Verkehrssicherungspflicht und müssen bei Unfällen den Gästen Schadenersatz zahlen.
In dem Fall ging es um einen 14-Jährigen, der einen Kopfsprung in einen nur 1,40 Meter tiefen Hotelpool unternommen und sich dabei Halswirbelverletzungen zugezogen hatte. Vom Startblock aus seien das Hinweisschild auf die Wassertiefe und ein Piktogramm mit einem durchgestrichenen Kopfspringer nicht zu erkennen gewesen, befand das Oberlandesgericht Köln laut ADAC. Für diesen Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht habe der Pauschalreiseveranstalter einzustehen (Az.: 16 U 71/08). Die Familie des Jungen erhielt nach Angaben des ADAC 10 000 Euro Schmerzensgeld. Zudem konnte sie den Reisepreis um 230 Euro mindern.