Nordstrand Jeden Tag einen Halm für die Krippe

Von Brigitta Burkert | 08.12.2011, 03:59 Uhr

Kurz nach dem Krieg wurden wir aus unserer Heimat, dem ehemaligen Sudetenland, vertrieben.

Mit wenig Habseligkeiten und nach einer Odysee von Lageraufenthalten, wurden wir auf einem Bauernhof in Mittelfranken einquartiert. Nun stand Weihnachten vor der Tür. Mein Vater schnitzte mir eine wunderschöne kleine Krippe aus Holz (ähnlich der auf dem Foto). Er machte mir damit eine sehr große Freude. Während der Adventszeit durfte ich täglich, wenn ich folgsam war, einen Strohhalm in die Krippe legen und am Heiligen Abend konnte man sehen, ob das Jesuskind, in Form eines kleinen Püppchens, schön gepolstert lag. Diese Krippe war schöner als alle Adventskalender, die ich später bekam.