Neumünster 14 Millionen für günstige Wohnungen

Von Thorsten Geil | 09.12.2011, 11:45 Uhr

Das Innenministerium unterstützt Neumünster in den kommenden drei Jahren mit günstigen Krediten. Damit sollen Projekte gefördert werden.

Die Landesregierung stellt den kreisfreien Städten in den kommenden drei Jahren zusammen 120 Millionen Euro an zinsgünstigen Krediten für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung - und davon fließen 14 Millionen nach Neumünster. Die Stadt und die Wohnungsbaugesellschaften haben schon gute Ideen, wie das Geld verbaut werden soll. Es geht um den Neubau und die Sanierung von sozialen Mietwohnungen, also von bezahlbarem Wohnraum.
Innenminister Klaus Schlie teilte am Mittwoch mit, das Geld werde dorthin gelenkt, wo der größte Bedarf sei. Neumünster bekommt das kleinste Stück vom Kuchen (Lübeck 48 Millionen Euro, Kiel 35 Millionen, Flensburg 23 Millionen), weil nicht mehr Investitionen angemeldet wurden. "Die anderen Städte sind größer. Bei uns ist die Nachfrage der Gesellschaften etwas niedriger", sagte Bernd Heilmann aus der Stadtplanung. Die Stadt koordiniert die Maßnahmen, aber bauen müssen Private.
Geplant sind mit den Mitteln unter anderem diese Projekte:

An der Straße Störwiesen sind familiengerechte Reihenhäuser geplant. Ein ähnliches Projekt ist am Wernershagener Weg, Ecke Bogenstraße, bereits fertiggestellt.

In der Böcklersiedlung wollen die Wobau und die Baugenossenschaft Holstein weiter modernisieren und zum Teil auch abreißen und neu bauen.

Im Steinkamp werden die Mehrfamilienhäuser komplett saniert (hat die Kock-Siedlung bereits in Arbeit).
Förderung von mindestens 2000 Mietwohnungen im Land
Auch Privatleute können etwas von den günstigen Krediten bekommen, wenn sie sich an die Spielregeln des Sozialen Wohnungsbaus halten. Die 14 Millionen Euro, die das Innenministerium gestern verkündet hat, sind eigentlich schon so gut wie verplant. "Aber trotzdem kann sich jeder Interessent gern an die Stadtplanung wenden. Vielleicht finden wir gemeinsam eine Lösung", sagte Heilmann. Die Telefonnummer ist 04321/942-2623.
Nach Berechnungen der Landesregierung können mit den 120 Millionen Euro in den vier großen Städten mindestens 2000 Mietwohnungen gefördert werden.