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DER INSELBOTE : Umtriebige Landfrauen ziehen Bilanz

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Viele Veranstaltungen prägten das abgelaufene Vereinsjahr - Vorsitzende stimmt auf die Feier zum 50-jährigen Bestehen ein.

Föhr. Die Angebote des Föhrer Landfrauenvereins sind so breit gefächert, dass es wohl kaum ein Mitglied gibt, dessen Interessen nicht angesprochen werden können. Deutlich machte dies der Jahresbericht, den Enken Offermanns bei der Mitgliederversammlung im Alkersumer "Grethjens Gasthof" vorlegte. Deutlich wurde dabei auch, dass die Landfrauen vom "Häkelfieber" ergriffen worden waren. Sie hatten sich mit Inbrunst an der Herstellung des Korallenriffs beteiligt, das zunächst im Museum Kunst der Westküste ausgestellt worden war.

Doch damit war das Vereinsleben noch nicht ausgefüllt: Vorträge, deren Inhalte sich von der Organspende bis hin zu kosmetischen Themen bewegten, gemeinsame Ausflüge aufs Festland und ins Watt, Wohlfühltage in Damp und auch Lesungen wurden im Laufe der Monate angeboten. Nach dreijähriger Pause gab es wieder einen Staudenbasar, Kartenspielerinnen treffen sich an jedem zweiten und vierten Donnerstag eines Monats, der Chor "Feer Ladies" kann auf zahlreiche Übungsstunden und Auftritte verweisen und schließlich wird auch gemeinsam gekegelt und gefeiert.

Doch die inzwischen 375 Mitglieder des Landfrauenvereins denken nicht nur an ihr eigenes Vergnügen. In ihrem Kassenbericht machte Keike Braren deutlich, dass die Vereinigung äußerst großzügig ist und verschiedenste soziale Projekte auf Föhr und auf dem Festland unterstützt. Im vergangenen Jahr gingen Spenden unter anderem an die Aktion "Hand in Hand für Norddeutschland", die Demenzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes und auch an Familien in Not und die Hospiz-Initiative. 

Die Vorsitzende des Vereins, Silke Ketels, erinnerte die Mitglieder daran, dass der Föhrer Landfrauenverein in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern kann. Als Termin dafür nannte sie den 22. Dezember, der um 11 Uhr mit einem Brunch eröffnet werden soll. "Wer bis dahin seine Weihnachtsvorbereitungen nicht abgeschlossen hat, schafft es sowieso nicht mehr", so ihr Einwand gegen etwaige Bedenken. Anlässlich dieses Jubiläums soll eine Broschüre herausgegeben werden, in der die lange Geschichte dieser Vereinigung dargestellt wird. Dabei hoffen Silke Ketels und ihre Vorstandskolleginnen bis Anfang Oktober auf Beiträge der Mitglieder, wobei besonders Erinnerungen an die Anfangsjahre erwünscht sind. "Wir sind für alle Tipps und Anregungen dankbar", so die Vorsitzende, die im Anschluss bei den turnusmäßigen Wahlen einstimmig in ihrem Amt bestätigt wurde. Auch die Vorstandsmitglieder Keike Braren und Maike Christiansen sowie die Beisitzerinnen Birgit Jessen und Silke Jensen wurden ohne Einwände wiedergewählt.

Nach den Regularien der Mitgliederversammlung kam die Ärztin Dr. Gesche Roeloffs aus Oevenum zu Wort, die seit vielen Jahren das Projekt "Klasse 2000" an den Föhrer Schulen betreut, dessen Ziel die Gesundheitsförderung und Suchtprävention bereits bei Kindern ist. Roeloffs führt, wie sie berichtete, mit den Kindern Experimente durch, bei denen diese lernen können, wie ihr Körper funktioniert und wie toll alles zusammenarbeitet. Die Kinder sollen auch Freude an der Bewegung bekommen, versuchen ihre Umwelt aktiv zu gestalten und lernen, sich selbst als Individuum zu entwickeln.

"Opfer" solch eines Experimentes wurde dann Silke Ketels, der, nach ihrer Rückkehr aus dem Nebenraum, die Versammlungsteilnehmerinnen einige Minuten lang merkwürdige Bewegungen vormachten, ohne auf ihre Fragen zu reagieren. "Es ist ein komisches Gefühl, wenn niemand mit einem redet", bekannte Ketels nach dem Abschluss des Experimentes, das ihr das Lob von Gesche Roeloffs einbrachte, weil sie dem Gruppendruck widerstanden habe.

Ihren Vortrag schloss die Referentin mit dem Hinweis, dass sie dankbar für Rückmeldungen über ihren Einsatz an den Schulen sei.

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erstellt am 14.Mär.2013 | 09:35 Uhr

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