Tag der offenen Tür auf Hubertushöhe : Schlie fordert "Polizeischutz"

Innenminister Klaus Schlie begrüßte die Dienstanfänger in Eutin.
Innenminister Klaus Schlie begrüßte die Dienstanfänger in Eutin.

Die zunehmende Gewaltbereitschaft gegen Polizisten darf von der Gesellschaft nicht tatenlos hingenommen werden, forderte Innenminister Klaus Schlie.

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19. September 2011, 11:05 Uhr

eutin | "Beziehen Sie Stellung!", appellierte Innenminister Klaus Schlie gestern bei der Vereidigung von 170 Polizeianwärtern in Eutin an die Bürger.

Schlie nutzte den Tag der offenen Tür auf Hubertushöhe, wo mit über 5000 Besuchern zugleich das 25-jährige Jubiläum für Frauen in der Landespolizei und das 60-jährige Bestehen der Bereitschaftspolizei gefeiert wurde, zu einer ausführlichen Standortbestimmung für die Arbeit der Polizei. Tenor: Ihre bürgernahe und rechtsstaatliche Tradition werde fortgesetzt. Einzelkämpfer seien nicht gefragt, dafür seien Teamarbeit und das "Sich - Verlassen - können" auf die Kollegen die Basis für Einsatzerfolge.

Die Landespolizei bleibt nach Aussage des Ministers ein verlässlicher Partner in der Kriminal- und Verkehrsunfallprävention. "Eine Philosophie, die die Polizei auf eine Einsatz- und Reaktionspolizei verengt, entspricht nicht dem Auftrag und Bild einer modernen Bürgerpolizei", so Schlie. Diese Aufgabe könne jedoch nicht allein von der Polizei geleistet werden. Er rief Politik, Kommunen, Wirtschaft, Vereine und Verbände zu eigenen Anstrengungen bei der Vorbeugung von Unfällen und Kriminalität auf. Speziell die Präventionsarbeit an Grundschulen und Kindertagesstätten bleibe "Gebot der Stunde".

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