Wahlumfrage : Schleswig-Holsteiner wollen den Wechsel

Am 6. Mai 2012 findet in Schleswig-Holstein die Landtagswahl statt. Foto: dpa
Am 6. Mai 2012 findet in Schleswig-Holstein die Landtagswahl statt. Foto: dpa

Sechs Monate vor der Landtagswahl hält sich in Schleswig-Holstein die politische Wechselstimmung. Eine Wahlumfrage des sh:z ergibt eine klare Mehrheit für Rot-Grün.

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21. November 2011, 09:12 Uhr

Kiel | Die amtierende Koalition aus CDU und FDP käme nach einer Umfrage des Instituts forsa im Auftrag des sh:z auf nur noch 36 Prozent. SPD und Grüne könnten mit zusammen 49 Prozent der Stimmen eine Regierung bilden.
Stärkste Kraft wäre der Umfrage zufolge die CDU mit 33 Prozent, würde in diesem Monat ein neuer Landtag gewählt. Die SPD, die bei einer infratest-dimap-Umfrage im September noch vor der Union gelegen hatte, käme auf 32 Prozent. Die Grünen, die in Umfragen seit Jahresbeginn über der 20-Prozent-Marke gelegen hatten, würden 17 Prozent erhalten. Neu im Parlament wäre die Piraten-Partei (sechs Prozent). FDP und Linke würden mit je drei Prozent den Einzug in den Landtag verfehlen. Der von der Fünf-Prozent-Hürde befreite SSW wäre mit ebenfalls drei Prozent im neuen Landtag vertreten. Bei der Landtagswahl im September 2009 hatten CDU 31,5, SPD 25,4, FDP 14,9, Grüne 12,4, Linke sechs und der SSW 4,3 Prozent der Zweitstimmen geholt.
"Das Ergebnis der Umfrage ist für uns ein ermutigender Zwischenstand"
CDU-Spitzenkandidat Jost de Jager sprach von einer "Momentaufnahme: Wir haben einen gelungenen Neustart hingelegt". Jetzt gelte es, weiter um Vertrauen zu werben und den Abstand zu vergrößern. "Daran arbeiten wir."
Der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner erklärte, "das Ergebnis der Umfrage ist für uns ein ermutigender Zwischenstand". Die Chancen stünden gut, dass die SPD stärkste Partei werde. Die Landesregierung habe "vollständig das Vertrauen verloren". FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki ist "sicher, dass der Zuspruch zur FDP mit Beginn des Wahlkampfes kontinuierlich steigen wird." Grünen-Chefin Marlene Löhr zeigte sich mit dem Ergebnis für ihre Partei "zufrieden, auch wenn es sicherlich ausbaufähig ist". SSW-Landeschef Flemming Meyer erklärte, Ziel des SSW blieben mindestens fünf Prozent der Stimmen. Linken-Landessprecherin Jannine Menger-Hamilton sagte, ihre Partei schneide erfahrungsgemäß "am Wahltag besser ab, als es die Umfragen vermuten lassen."

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