"Landesblog" deckt auf : Piraten-Wahlprogramm größtenteils abgeschrieben

Die Piraten sind beim Abschreiben erwischt worden - und die Häme der etablierten Parteien kam prompt. Foto: dapd
Die Piraten sind beim Abschreiben erwischt worden - und die Häme der etablierten Parteien kam prompt. Foto: dapd

Die Piratenpartei ist beim Abschreiben erwischt worden. Mehr als 40 Prozent des Wahlprogramms sind durch das Prinzip "Copy and Paste" zu Stande gekommen.

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16. April 2012, 10:32 Uhr

Kiel | Auf die Schliche gekommen ist den Piraten Swen Wacker vom "Landesblog" durch einem Testlauf mit einer Plagiatssoftware. Der Blogger wollte wissen, ob die einzelnen Parteien Wert auf ein eigenes, regionalspezifisches Programm legen, das auf den Wähler an der Küste zugeschnitten ist. Zwar haben sich auch alle anderen Parteien bei Schwesterverbänden in anderen Bundesländern bedient, aber nur in marginalem Umfang. Bei den Piraten sei die Bedienkultur dagegen sehr auffällig. Vorwiegend wurde von den Baden-Württembergern absatzweise abgeschrieben - ohne zu prüfen, ob die Fakten stimmen. So wurden laut Wacker im Norden unübliche Begriffe wie "Beigeordnete" blind übernommen. Zudem wird gefordert, dass der Generalstaatsanwalt kein politischer Beamter mehr sein darf - was im Norden schon seit vier Jahren der Fall ist. Und im Schulrecht werden Probleme beschrieben, die in Schleswig-Holstein gar nicht existieren.
Die Häme der etablierten Parteien kam prompt: "Seit Karl-Theodor zu Guttenberg wissen wir, wie verführerisch Copy and Paste ist. Es ist nicht ehrenrührig, wenn sich eine Partei bei anderen Landesverbänden umschaut. Allerdings sollte man sich dann wenigstens die Mühe machen, die Inhalte zu überprüfen", erklärten die Grünen.

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