Grundstück an der Riemannstraße : Kontroverse um Eutiner Wohnprojekt

Die Vorbereitungen für eine neue Nutzung der alten Hofstelle an der Riemannstraße laufen auf Hochtouren. Foto: Schröder
Die Vorbereitungen für eine neue Nutzung der alten Hofstelle an der Riemannstraße laufen auf Hochtouren. Foto: Schröder

Auf der ehemaligen Hofstelle Wiese an der Riemannstraße will ein Investor 22 Mietwohnungen neu errichten.

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02. Februar 2012, 11:45 Uhr

Eutin | Diese Nutzung drohe fürs Grundstück und die Umgebung viel zu intensiv zu werden, warnen die Eutiner Grünen. Heute Abend wird im Stadtbauamt über den Entwurf des entsprechenden B-Plans 118 diskutiert.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hatte im Dezember diese Bauleitplanung gestartet. Sie soll eine Bebauung mit Mehrfamilienhäusern auf dem knapp einen halben Hektar großen Gelände ermöglichen.
"Da entwickelt sich eine gute Wohnlage"

Der neue Eigentümer der Hofstelle will nach eigenen Angaben die alte Villa direkt an der Straße sanieren, die Hofgebäude im rückwärtigen Bereich abreißen und dort 22 Wohnungen schaffen, alle barrierefrei und bis 100 Quadratmeter groß. "Ausschlaggebend für mein Vorhaben war, dass die Riemannstraße saniert worden ist. Da entwickelt sich nun eine gute Wohnlage", so der Investor.

Grundsätzlich sei das Vorhaben zu begrüßen, sagte Heiko Godow (CDU): "Die Wohnverdichtung nahe der Innenstadt ist von uns gewollt. Für die Riemannstraße ist das eher ein Gewinn." Er bekräftigte aber den politischen Anspruch, "regulierend" auf die künftige Bebauung einzuwirken. Ohne den B-Plan hätte der Investor das Recht, Neubauten an den Gebäudemaßen in der Umgebung auszurichten. Godow: "Dann hätte er Anspruch auf dreieinhalb Vollgeschosse, das wäre schauderhaft."

Die Grünen allerdings befürchten, dass die nun in zweiter Reihe geplante Bebauung zu großformatig wirkt Fraktionssprecher Jörg Sommerfeld: "Der geplante zweigeschossige, massive Baukörper am Rande der weithin einsehbaren Wiesen des Gold- und Silberlandes beeinträchtigt das Landschaftsbild erheblich. Hier ist keine maßvolle Nachverdichtung geplant, sondern die maximale Ausnutzung eines Grundstücks."

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