Kaninchen im Unterricht geschlachtet

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01. April 2011, 03:59 Uhr

Ratekau/Kiel | Viele Schüler sind geschockt, nicht wenige Eltern und Pädagogen empört - vor den Augen von Fünftklässlern ist auf dem Schulhof ein lebendiges Kaninchen getötet, geschlachtet und gegrillt worden. Anschließend wurde das Fleisch des Tieres gemeinsam gegessen. Passiert ist dies während einer Projektwoche zum Thema "Steinzeit" an der Cesar-Klein-Schule in Ratekau (Kreis Ostholstein). Die elfjährigen Schüler sollten den Zusammenhang zwischen Tier und Mahlzeit lernen.

Rechtlich hat die Tötung des Kaninchens keine Folgen. "Aber die Sache ist pädagogisch höchst problematisch", sagte Thomas Schunck, Sprecher des Bildungsministeriums. Die Schulaufsicht wurde eingeschaltet. Mehrere Schüler sollen versucht haben, mit einer Unterschriftenaktion das Leben des Tieres zu retten. Die Lehrer hätten die Petition ignoriert und die Schlachtung zugelassen. Einige Kinder sollen geweint haben und völlig verstört nach Hause gekommen sein.

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