Elmshorn : Eklig: Taubenmist in der City

Kein schöner Anblick:  Taubenmist verschandelt  die Fassde des leerstehenden Hauses  in der Berliner Straße 18.  Foto: Mulert (2)
Kein schöner Anblick: Taubenmist verschandelt die Fassde des leerstehenden Hauses in der Berliner Straße 18. Foto: Mulert (2)

Die Fassade von Haus Nummer 18 ist kaum wiederzuerkennen: Tauben haben sich eingenistet und verärgern mit ihrem Kot die Bürger.

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08. Februar 2011, 08:55 Uhr

Elmshorn | Das ist wirklich Mist. Der Blick der Passanten und Radfahrer, die das leerstehende Haus Nummer 18 in der Berliner Straße passieren, halten großen Abstand von der Fassade. Verständlich, denn der Anblick löst Ekel aus: Taubendreck liegt vor den Außenscheiben auf den Fensterbänken und dem Fußweg - Zentimeter hoch und Meter weit stapelt sich der Dreck, bis auf den Fußweg. Auch die Wände sind vom Schmutz befallen. Seit Monaten wird der Kot nicht geräumt.
Elsbeth Früchtenicht aus Raa-Besenbek geht regelmäßig an dem Haus vorbei und ekelt sich jedes Mal aufs Neue: "Der Anblick ist widerlich." Der Dreck sammelt sich vor allem unter der Eingangstür und zwei Schaufenstern. Denn darüber sind Eisenstangen angebracht, ehemalige Aufhängungen von Beschilderungen eines bis zum Sommer 2010 dort ansässigen Elektrofachgeschäfts. Dort sammeln sich abends und nachts Dutzende von Tauben, die von dort - höflich ausgedrückt - ihr Geschäft erledigen.
Der Eigentümer des Grundstücks ist verantwortlich
"Ich finde es schlimm, dass da noch nicht geräumt wurde. Das wird doch auch immer mehr", sagt eine Radfahrerin, als sie am Gebäude vorbeikommt. Etliche Bürger beschweren sich über die Situation. Früchtenicht wandte sich bereits an die Stadt: "Ich war im Rathaus, um mich zu beschweren. Gemacht wurde ja aber noch nichts." Der Grund: Für die Räumung ist der Eigentümer des Grundstücks zuständig, nicht die Stadt Elmshorn. Sie kann den Eigentümer lediglich ermahnen. "Wir sind am Ball und haben den Grundstückseigentümer bereits aufgefordert, den Weg zu räumen. Die Frist läuft", sagt Dorit Wilstermann-Fischer vom Flächenmanagement der Stadt. Kommt er der Aufforderung nicht nach, verstößt er weiter gegen die Straßenreinigungssatzung. Die Kotspuren auf dem Weg sind eine Gefahr für die Bürger, sagt Wilstermann-Fischer. Denn wer aus Versehen durch die schmierige Masse läuft, kann leicht ausrutschen.
(shz , Hendrik Mulert)

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