Elmshorn : DRK in Not: Viel zu wenig Mitglieder

Neuer Verein plant Werbekampagne in Elmshorn

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08. August 2011, 08:31 Uhr

Elmshorn | Vor einem Jahr, am 1. August 2010, ist der alte Elmshorner DRK-Ortsverein erloschen. Folge der Insolvenz, die nicht mehr abwendbar war, weil sich der Verein mit der Übernahme des Altenheims am Sandberg finanziell kräftig verhoben hatte. Elmshorn ohne Rotes Kreuz, das war schwer vorstellbar.

Damit es nicht dazu kam, übernahm noch am selben Tag unter der Bezeichnung Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Krückaustadt Elmshorn ein unbelasteter Verein mit einer neuen Führungsmannschaft die Geschäfte. Erreicht wurde seither vor allem, dass Angebote wie die Senioren-Tagesstätte im CCE, die Kleiderkammer in der Feldstraße, die zahlreichen Sanitätsdienste und die Beteiligung an der Schnellen Einsatzgruppe für Katastrophenfälle aufrecht erhalten werden konnten.

Ein Kraftakt besonderer Art. Davon spricht auch der Vorsitzende Gunnar Petz. Größtes Problem: Da der neue Verein kein Rechtsnachfolger des alten ist, gingen die bestehenden Mitgliedschaften nicht auf diesen über. Rund 700 Mitglieder, darunter viele passive Unterstützer, waren es früher. Der neue Verein musste bei Null beginnen. "Damit fehlen uns erhebliche Beitragseinnahmen", verdeutlicht Petz das Dilemma. Zwar traten die 70 Aktiven, die sich ehrenamtlich beim Roten Kreuz engagieren, sofort in den neuen Verein ein. Doch obwohl zugleich die Werbetrommel gerührt wurde und Helfer etwa auf dem Elmshorner Weihnachtsmarkt die Bürger ansprachen, ist die Mitgliederzahl bis heute nur auf 170 angewachsen. 1000 müssten es werden, schätzt Petz, um gut wirtschaften zu können.

Um aus dem Tal herauszukommen, greift der Landesverband dem Ortsverein unter die Arme. Im Oktober soll in Elmshorn eine zwei- bis dreiwöchige Kampagne anlaufen. Geschulte Werber sollen von Haus zu Haus gehen, um die Bürger vom Sinn einer Mitgliedschaft zu überzeugen. "Wir werden die Gesichter der Werber im Vorwege bekannt machen. Das wird wirklich seriös", verspricht Jan-Hendrik Köhler-Arp, der die Aktion mit seiner gleichnamigen Beratungsgesellschaft im Auftrag des Landesverbands organisiert.

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