Ostholstein : Digitalfunk: Start wieder verschoben

Handlich: ein digitaler Meldeempfänger.
1 von 2
Handlich: ein digitaler Meldeempfänger.

Alle Feuerwehren in Ostholstein bekommen bis Ende August digitale Alarm-Empfänger.

Avatar_shz von
11. April 2012, 12:46 Uhr

Eutin | "Ich bin ein kleiner Pessimist geworden", bekennt Ralf Thomsen freimütig und meint dabei den Start ins digitale Funkzeitalter. Bis Ende März sollten eigentlich alle Feuerwehren in Ostholstein mit digitalen Meldeempfängern ausgestattet werden.

Tatsächlich beginnt, wie der Kreisbrandmeister dem OHA sagte, in dieser Woche ein mehrwöchiger Probebetrieb. Die Auslieferung von rund 3000 Meldeempfängern an alle aktiven Feuerwehrleute im Kreis werde im Juni, vielleicht auch erst im Juli abgeschlossen sein.
Alarm-Umwandler haben die Größe eines Schuhkartons

Im ganzen Kreis sind Digitale Alarm-Umwandler installiert worden. Die kurz "Dau" genannten Kästen habe die Größe eines Schuhkartons, und über sie können im Radius von sechs bis zehn Kilometer digitale Meldeempfänger angesteuert werden. Thomsen: "28 Daus sind installiert, es fehlt nur noch einer in Lübeck zur Absicherung des Südkreises." In dieser Woche starte die Überprüfung, ob die Zahl der Daus ausreichend und ihre Standorte geeignet seien. Dazu werden, wie Thomsen ausführte, verschiedene Daus vom Netz genommen und es wird geprüft, ob die verbliebenen Alarm-Umwandler trotzdem eine ausreichende Abdeckung in alle Winkel des Kreises gewährleisten. Anders als im Herzogtum Lauenburg wolle man gleich mit genug Daus starten und nicht nachrüsten.
Jeder Aktive bekommt eines der handlichen Geräte

Ergebe die Testphase in Ostholstein eine ausreichende Abdeckung, werde die Auslieferung der neuen Meldeempfänger an alle gut 230 Feuerwehren im Kreis beginnen. Jeder Aktive bekommt eines der kleinen, handlichen Geräte. Nach kompletter Auslieferung Ende Juli soll ein auf sechs Monate Dauer angelegter erweiterter Probebetrieb beginnen.

Wichtig: Damit wird nur die Alarmierung der Rettungskräfte über das neue digitale Netz aktiviert. Der Funkbetrieb selbst bleibt vorerst analog. Die Umstellung des Funkens im 2- und 4-Meter-Band auf Digitaltechnik ist in Ostholstein für das Jahr 2015 vorgesehen.

Das kommt den Kommunen entgegen, die die neuen Geräte zahlen müssen. Die neuen Meldeempfänger kosten um die 200 Euro. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was für die herkömmlichen "Pieper" ausgegeben wurde. Und die Gemeinden sparen in absehbarer Zeit die Ausgaben für die Unterhaltung von Sirenenanlagen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen