Hutzfeld : Buskosten: Eltern gegen Beteiligung

Eltern haben der Gemeinde Bosau jetzt knapp 200 Unterschriften übergeben

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01. September 2012, 08:19 Uhr

Hutzfeld | Eltern aus der Gemeinde Bosau machen mobil gegen den Beschluss des Hauptausschusses, sie im Sommerhalbjahr an den Kosten der Schülerbeförderung zu beteiligen. Bürgermeister Mario Schmidt wurden knapp 200 Unterschriften gegen das gemeindlichen Vorhaben zur Einsparung von Kosten übergeben.

Mit diesem "Aufstand" vor der Kommunalwahl dürften die Bosauer Haushaltspolitiker nicht gerechnet haben. Aus Gründen der Sparsamkeit hatte die Gemeinde ihren Anteil an den Kosten der Schülerbeförderung im Sommerhalbjahr gestrichen. Die Vorsitzende des Hauptausschusses rechnete Einsparungen von knapp 11 000 Euro vor. Betroffen sind etwa 50 Regionalschüler aus Hassendorf, Löja, Wöbs, Bosau und Brackrade, deren Eltern jetzt pro Monat etwa 60 Euro mehr zahlen müssen.

Die Gemeinde teilte den Eltern schon vor den Sommerferien mit, dass sie keinen Anspruch mehr auf Übernahme der Schülerbeförderungskosten hätten (der OHA berichtete). Der Grund: Die vorgegebene Mindestentfernung von vier Kilometern für weiterbildende Schulen vom Wohnort bis zur Schule wird unterschritten.

Für die Dorfschaften Hassendorf, Löja, Wöbs, Bosau und Brackrade beantragte Dorfvorsteher Nils Strauer (Bosau) die Aufhebung des Beschlusses zu den Schülerbeförderungskosten. Die Eltern, so steht es in einem Brief, der die knapp 200 Unterschriften in die Gemeindeverwaltung begleitete, möchten die Gemeinde zum Umdenken bewegen. Einsparungen bei den Kosten für die Schülerbeförderung hätten auch durch eine solidarische Anhebung der Eigenbeteiligung aller Eltern erzielt werden können.

"Wir Eltern scheuen uns einfach davor, die Kinder bei jedem Wetter mit dem Fahrrad zur Schule fahren zu lassen", heißt es in dem Brief weiter. Sie verkennen nicht, dass die Gemeinde Bosau jahrelang freiwillig gezahlt habe. Doch es müsse jetzt eine andere Form der Einsparung geben. Familien fühlten sich einfach überrumpelt. Streckenweise sei das Radfahren für die Kinder auch zu gefährlich, da keine Radwege vorhanden seien.

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