Bau- und Siedlungsgenossenschaft Eutin : BSG baut 60 neue Wohnungen in Eutin

Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft will in der Fritz-Reuter-Straße 68 Wohnungen abreißen und dafür 60 neue bauen. Die Mieter sind in Sorge.

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02. Juli 2012, 12:58 Uhr

Eutin | Neun Häuser in der Fritz-Reuter-Straße mit insgesamt 68 Wohnungen will die Bau- und Siedlungsgenossenschaft (BSG) Eutin in drei Abschnitten abreißen und durch neue Blöcke mit insgesamt 60 modernen Wohnungen ersetzen. Was bedeutet das für die Mieter?

Keiner wird auf die Straße gesetzt. Allen werden andere Wohnungen der BSG angeboten. Und alle Mieter können, wenn sie es wünschen, in einen Neubau in der Fritz-Reuter-Straße zurückkehren. Diese Zusicherungen bekräftigten Vorstand und Aufsichtsrat am Sonnabend in einer Mitgliederversammlung.
Alle 1433 Wohnungen wurden saniert

In der nahmen die umfassenden Abriss- und Neubaupläne der Genossenschaft einen breiten Raum ein. Nur ein Mitglied machte kritische Anmerkungen.

Vorstand Eduard Pittrof stellte fest, dass die BSG den kompletten Bestand ihrer insgesamt 1433 Wohnungen modernisiert habe, sofern sie nicht in Neubauten sind. Allein bei den neun Häusern der unteren Fritz-Reuter-Straße (Hausnummer 9 bis 16 und 18), die in den Jahren 1949 bis 1951 gebaut worden seien, lohne sich eine Sanierung nicht. Bausubstanz, die Lage der Häuser zur Himmelsrichtung und die Größe der Wohnungen (zwischen 35 und 55 Quadratmetern, im Schnitt 42) sprächen dagegen. Ferner gebe es die Tatsache, dass die Gebäude in Hanglage nur schwer barrierefrei gestaltet werden könnten.
Miete voraussichtlich 4,95 Euro pro Quadratmeter

Pittrof schilderte weiter den Beratungsweg für die Zukunft der neun Häuser mit seinen Etappen, zu denen ein Architektenwettbewerb und die Aufstellung eines städtischen Bebauungsplanes gezählt hätten. Als erster Abschnitt sei der Abriss der Häuser mit den Hausnummern 15, 16 und 18 im nächsten Frühjahr geplant. Für davon betroffene 18 Mietparteien seien schon andere Wohnungen zur Verfügung gestellt worden. Mit den weiteren sechs betroffenen Mietparteien seien erfolgversprechende Gespräche geführt worden. Der Fahrplan könne eingehalten werden.

Der Abriss drei weiterer Häuser solle im Herbst 2014 beginnen, die letzten seien im Herbst 2015 dran. Pittrof: "Das erforderliche Umzugsprogramm wird sich hier wesentlich einfacher darstellen, da viele Mieter bereits in die neu errichteten Wohnungen umziehen können."

Am Ende werde es in der Fritz-Reuter-Straße 60 neue Wohnungen geben, alle mit Terrasse oder Balkon, alle barrierearm oder über Fahrstuhl zu erreichen, mit Größen zwischen 52 und 76 Quadratmeter und einer Miete von voraussichtlich 4,95 Euro pro Quadratmeter. Der Vorstand habe die Absicht, möglichst sämtliche Aufträge an heimische Betriebe zu geben.

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