Schönwalde : Bodenständige Pläne für den Bungsberg

Rund um den 168 Meter hohen Bungsberg-Gipfel soll bald nicht nur der Ausblick dem Besucher Aha-Erlebnisse bieten. Foto: Buhmann
Rund um den 168 Meter hohen Bungsberg-Gipfel soll bald nicht nur der Ausblick dem Besucher Aha-Erlebnisse bieten. Foto: Buhmann

Höchste Erhebung im Land soll 2013 wieder lohnendes Ziel für Ausflüge werden

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15. Oktober 2011, 08:08 Uhr

Schönwalde | Winterschlaf ade: Wacher Geist und Bienenfleiß sind gefragt, damit die Pläne für frische Erlebnisangebote auf dem Bungsberg jetzt gut vorankommen. Das Ziel: Bereits im Frühjahr 2012 sollen die Neugestaltungen für ein lohnendes Ausflugsziel beginnen, 2013 erste Einrichtungen für Gastronomie und Umweltbildung eröffnet werden.

Nach dem Scheitern hochfliegender Planspiele, bei denen mit viel staatlichem Geld privat zu betreibende Freizeitparks entstehen sollten, wird nun betont Bodenständiges für das Erholungsgebiet Bungsberg konzipiert. Seit Ende August arbeiten Architekten und Landschaftsplaner an den Entwürfen für ein 38 Hektar großes, neuerdings im Landesbesitz stehendes Waldgebiet um den Bungsberg. Er ist mit 168 Metern die höchste Erhebung im Land und soll nicht nur wegen der Höhenlage, sondern auch aufgrund vielfältiger Attraktionen ein touristischer "Leuchtturm" werden.

Einblick gaben die Pläneschmieder im Eutiner Kreishaus den Mitgliedern des Zweckverbandes Bungsberg. "Wir sind ein großes Stück vorangekommen, es sieht echt gut aus", bilanzierte Jörg Schumacher, Geschäftsführer der auch finanziell maßgeblich an dem Millionen-Projekt beteiligten Sparkassenstiftung Ostholstein.

Sie will schrittweise bis 2016 das Areal am Bungsberg zu einem eng mit Museen in der Umgebung vernetzten Lernort für die regionale Natur- und Siedlungsgeschichte herrichten. Schulklassen und Familien sollen dort erfahren, wie die letzte Eiszeit die Landschaft formte, wie Slawen und "deutsche" Einwanderer sich um 1200 hier einfügten, wie der Lebensraum Wald sich entwickelt. Daneben sollen der historische Elisabethturm und der Fernmeldeturm besser und frei zugänglich gemacht, Baumwipfelpfade, Grill- und Spielplatz angelegt werden.

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