SPD-Kreisparteitag : Albig und Stegner proben Gleichklang

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SPD-Spitzenvertreter appellieren in Lensahn an die Geschlossenheit ihrer Partei.

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07. März 2011, 10:54 Uhr

Lensahn | Beim Kreisparteitag der SPD Ostholstein in Lensahn haben Torsten Albig und Ralf Stegner vereint die Sozialdemokraten im Land zur Geschlossenheit aufgerufen. Der designierte Spitzenkandidat und der Landesvorsitzende der SPD betonten unisono, dass sie ein Vorbild für einen "fairen, respektvollen und anständigen" Umgang geben wollen.

Albig hatte vor einer Woche den Mitgliederentscheid in der SPD um die Spitzenkandidatur für den Landtag klar gegen Stegner gewonnen, unmittelbar danach aber eine mögliche Wiederwahl Stegners zum Landesvorsitzenden begrüßt. Vor dem Kreisparteitag räumte Albig ein, dass er für sein Tandem-Angebot an Stegner viel Unverständnis erfahre. Er halte aber aus Überzeugung daran fest: "Die Leute sind es leid, dass wir uns in der Politik immer auf die Köppe hauen."

Aufgabe der Politik sei es nämlich, in sachlicher Manier um Lösungen für gesellschaftliche Fragen zu ringen. Dabei gelte es auch für die SPD, den Blick erst aufs Ganze zu richten und dann zu diskutieren, was im Einzelnen richtig und möglich sei. "Ihr werdet bald Teil der Regierungspartei sein", rief er den knapp 100 Delegierten der ostholsteinischen SPD-Ortsvereine zu.

Ähnlich formulierte es am Nachmittag auch Ralf Stegner. Die SPD solle "sich nicht mit einem tollen Programm zufrieden geben, sondern muss alles dafür tun, an die Regierung zu kommen". Deshalb dürfe der Mobilisierungsschwung in der Partei nicht durch "Grabenkämpfe und Spaltungsversuche von außen" gebremst werden. Albig und er setzten mit ihrem "Signal der Geschlossenheit" auf innerparteilichen Friedensschluss und den Sieg bei der nächsten Landtagswahl.

Stegner: "Ich weiß, dies ist für mich eine Bewährungsprobe. Aber das Ziel, dass Torsten Albig der nächste sozialdemokratische Ministerpräsident wird, ist auch mein vorrangiges Ziel."

Er wisse sich dabei in einer Linie mit Günther Jansen, der als SPD-Landesvorsitzender mit Klaus Matthiesen und Björn Engholm gleich zwei Ministerpräsidenten-Kandidaten der SPD unterstützt habe. "Günther Jansen hat mir aufgetragen, es mit Torsten Albig gleich im ersten Versuch zu schaffen."

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