Zwölf Millionen extra für Schleswig-Holsteins Straßen

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09. März 2014, 14:09 Uhr

Trotz des Stillstands beim Weiterbau der Autobahn A 20 hat der Bund im letzten Jahr in Schleswig-Holstein mehr Geld ins Fernstraßennetz investiert als ursprünglich geplant. Wie aus einer unserer Zeitung vorliegenden Liste von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hervorgeht, hat sein Ressort 2013 im nördlichsten Bundesland insgesamt 199 Millionen Euro in den Neubau, Ausbau und Erhalt von Autobahnen und Bundesstraßen gesteckt – das sind 12 Millionen mehr als zunächst im Haushalt veranschlagt. „Das zeigt, dass wir Schleswig-Holstein nicht vernachlässigen“, sagte ein Sprecher von Dobrindt unserer Zeitung.

Der größte Betrag der Bundesmittel floss nach Angaben von Dobrindts schleswig-holsteinischem Amtskollegen Reinhard Meyer (SPD) mit 24 Millionen Euro in die Bauarbeiten für den Lückenschluss auf der A 23 bei Itzehoe mit den neuen Brücken über die Stör. Zudem wurde auf der A 23 für fast 10 Millionen die Fahrbahn zwischen Itzehoe und Tornesch erneuert. Ferner steckte der Bund 9 Millionen in den Ausbau der A 21 zwischen Stolpe und Nettelsee sowie je 8 Millionen in die Sanierung der Fahrbahn der Berlin-Autobahn A 24 und die Verlegung der B 207 zwischen Lübeck und Pogeez.

Völlig zufrieden ist Meyer allerdings trotz des Nachschlags aus Berlin nicht. „Wir wollten eigentlich 40 Millionen Euro obendrauf haben“, sagte er unserer Zeitung. Außerdem verweist er darauf, dass der Bund in manchen Bundesländern noch deutlich mehr Geld draufgesattelt hat: „Bayern hat 140 Millionen zusätzlich bekommen“ – das war die größte Extraportion. Andererseits haben einige Länder sogar weniger erhalten als geplant, weil sie nicht genug baureife Projekte hatten, um die vorgesehenen Gelder ausschöpfen zu können. So büßte Berlin 50 Millionen Euro ein und Nordhein-Westfalen 40 Millionen.

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