Zweimal Bronze für Heidgraben

 Schietwatter und Wattn' Schiet: So sauber strahlten die Heidgrabener Teilnehmer an der Wattolümpiade nach ihren Spielen nie wieder. Und dabei konnten sich beide Teams über Bronze freuen.
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Schietwatter und Wattn' Schiet: So sauber strahlten die Heidgrabener Teilnehmer an der Wattolümpiade nach ihren Spielen nie wieder. Und dabei konnten sich beide Teams über Bronze freuen.

Bei Wattolümpiade in Brunsbüttel erzielen Wolli- und Handballer jeweils dritte Plätze und werden Spendenkönige des Benefizevents

shz.de von
26. Juli 2018, 16:05 Uhr

Gut Lachen hatten die Heidgrabener Teams Schietwatter (Handball) und Wattn’Schiet (Wolliball) bei der Wattolümpiade in Brunsbüttel. Bei dem Wohltätigkeitsevent der Initiative „Stark gegen Krebs“ errangen beide Teams Bronzemedaillen und überreichten eine Spendenscheck in Höhe von 4114 Euro. Damit verdienten sie sich bei der Siegerehrung den meisten Applaus und wurden vom Organisationsteam der Wattolümpiade als „die Spendenkönige des Events“ gefeiert.

Ihnen zu Ehren spielte das Team um Wettkampfleiter Olli Kumbartzky noch einmal die Einlaufmusik der Heidgrabener „Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren“. Auf Kaperfahrt mussten die Heidgrabener aber nicht gehen, um die Rekordsumme zusammenzubekommen.


Insgesamt bereits 15 000 Euro gespendet

„Wir hatten letztes Jahr beim ,Flensburger Lauf ins Leben’ teilgenommen und da schon gespendet“, erklärte Anne-Mette Hollander-Quast am Mikrofon. „Die 4000 Euro haben wir unter anderem durch unseren Stand auf dem Heidgrabener Weihnachtsmarkt und unser Kickerturnier erwirtschaftet. Insgesamt dürften sich unsere Spenden inzwischen auf 15 000 Euro belaufen“, machte die angehende Erzieherin ihrer Heimatgemeinde ein Riesenkompliment. Auch sportlich passte dieses Mal alles. Zu den Teams waren wieder einige Neulinge dazu gestoßen, die alle eine enge Beziehung zu Heidgraben haben. So auch Kathleen Kahlke und ihr Freund Wito Wegner aus Prisdorf. Sie spielten bei den Schietwattern Handball. „Ich habe früher in meinem Team ein paar Male in Heidgraben Fußball gespielt und lernte dabei einige von den Jungs kennen, mit denen ich jetzt bei der Wattolümpiade bin“, sagte Wegner. Auf die Wattolümpiade bereiteten sich die beiden 24-Jährigen beim Abschlusstraining in der Heidgrabener Beachanlage vor, also an Land. Auch die Choreographie für den Einzug der Wattlethen probte das Paar mit.

Im Watt war das Spielgefühl für sie jedoch anders. Als Taktik gegen den Erstrunden-Gegner, „de schwatten Düvel“ aus Brunsbüttel wollten sie gewinnen, schnell abspielen und nicht lange rumstehen. Zumindest der Sieg klappte problemlos. Wegner fand heraus, dass seine lange schwarze Laufhose sich ordentlich vollgesogen hatte und da er auf das Duschen zunächst verzichtete, recht hart wurde. Seine Freundin machte andere Erfahrungen: „Ich war darauf vorbereitet, dass ich gerammt werden würde“, berichtet die Tischtennisspielerin Kahlke. „Und das blieb auch nicht aus. Ich habe zu lange den Ball in der Hand gehabt und nach jemandem gesucht, den ich anspielen konnte. Das hat der Gegner ausgenutzt und sich auf mich gestürzt. Aber das hat mir nichts ausgemacht. Im Gegenteil, es hat richtig Spaß gemacht.“

Der Spaß überwog auch im zweiten Spiel, als die Schietwatter gegen die Titelverteidiger Wattprinzessinnen um den Einzug in das Finale spielten. Im selbsternannten „Duell der Dörfer“ trafen die Heidgrabener und auf „Profi“-Handballer von der SG Neuendorf/Kollmar. Zwar wehrten sich die Schietwatter engagiert und einsatzfreudig, aber das ungleiche Duell endete mit einem 6:1- Favoritensieg. So blieb den Schietwattern wie parallel auch schon den Spielern von Wattn’Schiet die Partie um die Bronzemedaillen. Und die ließen sich die Heidgrabener nicht nehmen.

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