Wieder 0:10 – Patient 06 am Tropf

Letzter Lichtblick:  Kapitän Maximilian Petersen nach seinem 1:1-Ausgleich in der Partie gegen den VfR Horst Anfang September (Endstand 2:2).
Letzter Lichtblick: Kapitän Maximilian Petersen nach seinem 1:1-Ausgleich in der Partie gegen den VfR Horst Anfang September (Endstand 2:2).

Christian Raun: „Ruhe bewahren und hoffen, dass bald wieder der Großteil des ursprünglichen Kaders zur Verfügung steht“

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30. September 2018, 14:23 Uhr

Der zuletzt schwer kränkelnde Fußball-Patient Schleswig 06 musste jetzt auch auf eigenem Platz einen weiteren herben Rückschlag hinnehmen. Nach der vorwöchentlichen zweistelligen Pleite beim Spitzenreiter Husumer SV unterlag das Schlusslicht jetzt auch vor eigenem Publikum dem MTSV Hohenwestedt mit 0:10 (0:4).

Das erneute Dilemma begann schon in der ersten Minute. Das Schleswiger Team hatte sich noch nicht richtig formiert, da traf Hohenwestedts Torjäger Thies Kuchanski bereits nach wenigen Sekunden zum 0:1. Elf Minuten später war es der gleiche Akteur, der den Vorsprung der Gäste ausbaute und nach gut einer Viertelstunde konnte 06 die Partie nach dem 0:3 durch Tjark Sievers (17.) schon vollends abhaken. Die Hintermannschaft der Gastgeber zeigte sich anschließend aber etwas stabiler und musste bis zum Halbzeitpfiff nur noch einen Gegentreffer durch Hassan Fatah (27.) zulassen.

Im Spiel nach vorn hatte 06 in der ersten Hälfte noch einige gute Aktionen, es fehlte aber die Durchschlagskraft.

Christian Raun, der den beruflich verhinderten Torben Schulz als Coach vertrat, machte seiner Mannschaft in kämpferischer Hinsicht keine Vorwürfe: „Natürlich ist es für uns alle frustrierend, zwei Mal in Folge 0:10 zu verlieren. Doch wir waren erneut stark ersatzgeschwächt und mussten unsere Abwehr fast komplett mit Spielern der Reserve bilden. Die vielen Ausfälle in den letzten Wochen sind einfach nicht zu kompensieren.“

Kapitän Maximilian Petersen stellte sich der Situation, hatte aber keine Lösung parat. „Wenn man wieder nur einen Auswechselspieler zur Verfügung hat und aus der zweiten Mannschaft auffüllen muss, ist das Zusammenspiel und die Qualität einfach nicht gegeben“, meinte der 26-jährige Innenverteidiger und klang ziemlich ratlos. „Es ist eher zum verzweifeln.“

Christian Raun setzt auf den Zeitfaktor: „Wir müssen weiterhin die Ruhe bewahren und hoffen, dass bald wieder der Großteil des ursprünglichen Kaders zur Verfügung steht.“

Nach dem 0:4-Rückstand zur Pause ließen im zweiten Durchgang zusehends Kräfte und Konzentration immer mehr nach. Die Gäste nutzten weiterhin die Lücken in der Schleswiger Deckung und machten nach knapp einer Stunde das halbe Dutzend durch Thies Kochanski (52.) und Thorge Cordes (57.) voll. Zwar starteten die Gastgeber wieder einige Entlastungsangriffe, die aber spätestens am gegnerischen Strafraum wirkungslos endeten. Treffsicherer präsentierte sich dagegen der MTSV Hohenwestedt. Bis zum Abpfiff der Begegnungen brachten die Gäste durch Mathias Landt (67.), Tjark Sievers (71.), Thies Breiholz (76.) und Thies Kochanski (89.) den Ball noch vier Mal im Gehäuse der Hausherren unter.

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